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Heftiger Mail-Austausch im Krankenhaus Agatharied.

Überlastetes Pflegepersonal in Agatharied

Krankenhaus: So reagierten interne Stellen auf unseren Bericht

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Nach der Veröffentlichung unseres Berichts zur Arbeitsbelastung der Pflegekräfte am Krankenhaus Agatharied wurden intern verschiedene Stellungnahmen verfasst. Sie liegen uns vor.

Das kam vom Geschäftsführer:

Zunächst wandte sich Michael Kelbel per Mail an die Mitarbeiter. Darin zeigte sich der Geschäftsführer enttäuscht darüber, dass anonyme Anschuldigungen an unsere Zeitung geschickt wurden – die Verfasser hätten sich vertrauensvoll an ihn wenden sollen. Gleichzeitig wehrte er sich gegen den Vorwurf, er würde auf Kosten des Pflegepersonals sparen.

So reagiert die pflegerische Leitung:

Zudem erschien eine Stellungnahme derpflegerischen Leitungenim Krankenhaus. Namentlich distanzieren sich darin 35 Verantwortliche von den in unserer Zeitung veröffentlichten Vorwürfen. Man sei in den vergangenen Jahren „sowohl auf Leitungsebene als auch stations- und bereichsübergreifend zusammengewachsen“. Dies setze Ressourcen frei, um die alltäglichen Probleme „leichter und erfolgreicher“ zu lösen. Dass dieser Weg noch nicht beendet ist, zeigt diese Passage: „Die zukünftigen Herausforderungen für unser Krankenhaus bedürfen auch weiterhin unserer Flexibilität und Kreativität.“ Ein Hinweis auf weitere Vertretungsschichten?

Auch der Betriebsrat bezieht Stellung

In einer Mitteilung an die Mitarbeiter verweist das Gremium darauf, dass interne Probleme intern zu lösen seien – dazu gehöre es, Probleme offen anzusprechen. In einem Brief an Kelbel, der mit jener Stellungnahme veröffentlicht worden war, stellt Betriebsratsvorsitzender Rainer Müller mit Blick auf die anonymen Vorwürfe fest: „Im Wesentlichen geht es umVertrauensverlust im Unternehmen.“

Lesen Sie auch: Auf diesen Bericht reagieren zitierte Stellen: Schwere Vorwürfe gegen Krankenhaus Agatharied.

So habe das Betriebsratsgremium in der zweiten Hälfte 2016 die Geschäftsleitung auf dieses Defizit hingewiesen. „Vielleicht wurden diese Hinweise vom Betriebsrat nicht verständlich genug platziert“, heißt es weiter.

Auf Nachfrage unserer Zeitung sagt Müller: „Wir wollen diese Situation aufarbeiten, indem wir miteinander reden und Probleme ansprechen.“ Man werde die Mittlerrolle wahrnehmen. „Ziel ist auch eine Verbesserung der internen Kommunikation. Der Prozess, in dem sich das Haus befindet, muss allen Mitarbeitern so vermittelt werden, dass sie ihn verstehen.“

ddy

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