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Mit Infotafeln macht der Landschaftsschutzverein Hausham auf seine Kritik gegen das Bauvorhaben im Ortsteil Abwinkl aufmerksam.

Fachplaner sollen Landschaftsschutzverein Auskunft geben

Kritik an Bauvorhaben: Gemeinde lädt Anwohner zu Gespräch

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Seit acht Monaten warten die Gegner des Bauvorhabens im Haushamer Ortsteil Abwinkl auf weitere Informationen zu Verkehr und Wasser. Jetzt hat sie die Gemeinde zum Gespräch eingeladen.

Hausham – Fast acht Monate sind vergangen, seit die Gemeinde und die Lebenshilfe zur ersten Informationsveranstaltung über die geplante Bebauung im Haushamer Ortsteil Abwinkl eingeladen haben. Zum von Bürgermeister Jens Zangenfeind versprochenen zweiten Treffen ist es bislang nicht gekommen, weil die Fachgutachten zu Verkehr und Entwässerung auf sich warten lassen (wir berichteten). Die Gegner des Vorhabens, die sich bekanntlich im Landschaftsschutzverein zusammengeschlossen haben, sind des Wartens überdrüssig und haben sich nun deshalb zu einem eigenen Infoabend im Bürgersaal getroffen.

Gut 40 Leute tauschten sich hier über das weitere Vorgehen aus, berichtet Vorsitzender Peter Weber auf Nachfrage. Größte Sorge der Anwohner sei nach wie vor die durch die geplanten Wohnhäuser und das Haus Bambi zunehmende Verkehrsbelastung. „Das bewegt alle“, sagt Weber. Die Grundstückseigentümer an der Schlierach hadern zudem mit den Folgen der Hangentwässerung. „Wir werden da nicht locker lassen“, kündigt der Vorsitzende an. Der Landschaftsschutzverein habe noch einige Pfeile im Köcher, darunter auch ein mögliches Bürgerbegehren. Das, stellt Weber klar, habe aber bislang nicht oberste Priorität. „Wir wollen zuerst miteinander reden. In der Sache hart, aber nicht persönlich.“

Gelegenheit dazu wird der Verein in Kürze bekommen. Zangenfeind hat zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Voraussichtlich im Juli werde man sich im kleinen Kreis mit den Ingenieuren und Anwohnern zusammensetzen. Dabei wolle man unter anderem klären, ob durch die Gutachten alle offenen Fragen der Kritiker beantwortet seien. „Ich denke, wir haben unsere Hausaufgaben abgearbeitet“, sagt Zangenfeind.

Der breiten Öffentlichkeit vorstellen will der Bürgermeister die Ergebnisse bei einem großen Infoabend. Anders als beim ersten Mal soll der Landschaftsschutzverein als Mitorganisator auftreten. „Ich hätte das gerne als gemeinsame Veranstaltung“, sagt Zangenfeind. „In konstruktiver Atmosphäre.“ sg

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