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Langlaufen bei Traumbedingungen: Das verspricht auch die Loipe in Hausham. Unser Foto zeigt die Strecke in Hundham.

Geldfässer sollen bei Finanzierung der Pflege helfen

Langlaufloipe: Hausham setzt auf freiwillige Spenden

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Hausham - Keine Kosten und Mühen scheut die Gemeinde Hausham für ihre Langlaufloipe. Deshalb bittet sie die Sportler künftig um freiwillige Spenden.

Hausham – Verglichen mit den 100 Kilometern in Bayrischzell ist die zehn Kilometer lange Haushamer Langlaufloipe eher ein Zwerg. Trotzdem sind die Haushamer stolz auf ihr Wintersportangebot – zumal sich die Qualität dank des neuen Spurgeräts des Bauhofs stark verbessert hat. „Wir haben viel Lob erhalten“, berichtete Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) nun im Gemeinderat. Im neuen Gemeindeblatt wird der Rundkurs zwischen Hausham und Agatharied sogar als „Loipenparadies“ bezeichnet. Höchste Zeit also, die Sportler um eine Gebühr zu bitten. „Viele Leute haben gesagt, wir sollen doch ein Spendenfass aufstellen“, sagte Zangenfeind.

Folgendes Gebührenmodell schlug der Bürgermeister vor: Ein Tagesticket solle drei Euro kosten, eine Saisonkarte 20 Euro. Zum Vergleich: Die Bayrischzeller kassieren vier beziehungsweise 40 Euro von den Loipensportlern. „So viel sollten wir trotz Selbstbewusstsein nicht verlangen“, sagte Zangenfeind schmunzelnd. Schließlich könne man auch in Sachen Schneesicherheit nicht mit der Tourismusgemeinde im Süden mithalten.

Die Gemeinderäte konnten gut mit Zangenfeinds Tarifsystem leben. Monika Veicht und ihr Fraktionskollege Thomas Danzer machten sich jedoch dafür stark, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren von der Loipengebühr zu befreien. „Die sollen ja Sport treiben“, sagte Danzer. Die Senioren im Blick hatte Marlies Fellermeier-Liebl (FWG). Wie beim Skifahren auch sollten über 80-Jährige kostenlos in den Schneesportgenuss kommen.

Wie die Beiträge kassiert werden, wollte Hubert Lacrouts (CSU) wissen. Zangenfeind empfahl, vorerst auf Freiwilligkeit zu setzen. In zwei Geldfässern an den Einstiegspunkten könnten die Langläufer die Tagesgebühr entrichten. Die Saisonkarte werde man im Rathaus ausgeben. Ein Automatensystem wie in Bayrischzell hielt der Bürgermeister nicht für sinnvoll. „Die Geräte kosten Geld und dann muss man ja auch kontrollieren.“ Zudem wolle die Gemeinde mit den Einnahmen nicht ihren Haushalt sanieren, sondern lediglich die Diesel-Kosten des Loipenspurfahrzeugs finanzieren. Sollte der Spendenaufruf wirkungslos verpuffen, könne man immer noch über Automaten nachdenken.

Zwei Runden stehen im Haushamer „Loipenparadies“ zur Wahl: eine leichtere Variante mit sechs und eine anspruchsvollere Strecke mit vier Kilometern Länge. Damit sich auch auswärtige Sportler künftig bereits im Vorfeld und in Echtzeit über Wetter und Schneezustand informieren können, möchte Zangenfeind eine Webcam an der Zentralen Sportanlage aufstellen.

Auch wenn die momentan nur grüne Wiesen zeigen würde: Die Loipengebühr brachte der Gemeinderat schon mal einstimmig auf den Weg.

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