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Die kleinen Baumeister am Werk: Seit gestern basteln die Kinder in der Argulakirche in Hausham an einer Stadt aus Legosteinen. Andreas Kowalzik (l.) hat das Projekt zum zweiten Mal in die Gemeinde geholt.

Wolkenkratzer, Flughafen oder Tierpark

Legobauen in der Kirche: Erlaubt ist, was gefällt

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Hausham - Legospielen im Gotteshaus: Das dürfen die Kinder noch bis einschließlich Samstag, 2. April, in der Argulakirche in Hausham. Im Interview verrät Mitinitiator Andreas Kowalzik den Sinn des Projekts.

Ein Wolkenkratzer im Inneren einer Kirche. Unmöglich? Nicht, wenn die kleinen Baumeister mit ihren bunten Plastiksteinen anrücken. Bereits zum zweiten Mal nach 2010 wird die evangelische Argulakirche in Hausham seit gestern vom Scheppern und Klicken tausender Legoteile erfüllt. Bis Samstag dürfen Kinder von sechs bis zwölf Jahren auf Einladung des überkonfessionellen Bibelkreises Christen in Hausham, der evangelischen Kirchengemeinde Miesbach und des Vereins Entschieden für Christus (EC) Bayern im Gotteshaus eine einzigartige Legostadt erschaffen. Wir haben bei Mitinitiator Andreas Kowalzik (46), Vorsitzender der Christen in Hausham, nachgefragt, wie es zu der Idee kam und welche Bauwerke die Kleinen errichten dürfen. 

Herr Kowalzik, wie kommt man auf die Idee, in einer Kirche mit Lego zu spielen? Ist das nicht ein bisschen unpassend? 

Ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Mit diesem Projekt bringen wir Kindern die Kirche näher. Und zwar so, dass sie Spaß daran haben und gemeinsam etwas erleben können. In diesem Fall eben mit Legosteinen. 

...was aber auf den ersten Blick nicht wirklich was mit Glauben zu tun hat. 

Das ist richtig, aber wir haben uns natürlich auch ein Begleitprogramm überlegt. Zwischen den Bauphasen werden wir Lieder singen und den Kindern die Geschichte von Abraham vorlesen und dabei herausarbeiten, wie er Gott erlebt hat. Es geht uns also durchaus darum, den kleinen Lego-Bauern den christlichen Glauben nahezubringen. 

Apropos Lego: Müssen die Kinder die bunten Steine selbst mitbringen? 

Nein, dafür sorgen wir selbst. Der EC-Bayern (Verein Entschieden für Christus in Bayern, Anm. d. Red.) bringt einen ganzen Kleinbus voll Legoteile mit. Die kommen ja nicht nur bei uns, sondern auch an vielen anderen Orten in Bayern zum Einsatz. Das Projekt ist also keine Haushamer Erfindung. Trotzdem ist das Ergebnis jedes Mal wieder ganz anders. Wir machen bewusst keine Vorgaben, was die Kinder bauen sollen. Ziel ist es aber schon, dass am Schluss eine große, bunte Stadt dabei herauskommt. 

Es wird also kein Miniatur-Hausham werden? 

Das kann ich natürlich noch nicht sagen. Vielleicht mag ja jemand den Förderturm nachbauen. Oder aber Hausham bekommt plötzlich einen Flughafen. Der Kreativität und Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. 

Und was passiert mit der Stadt, wenn das Projekt vorbei ist? Wird sie irgendwo ausgestellt? 

Das ist jetzt leider der unangenehme Teil der Geschichte. Die Stadt findet nämlich ein trauriges Ende. Nach dem Familiengottesdienst am Sonntag bauen wir sie wieder ab. Die Steine werden ja woanders wieder gebraucht. Aber vorher hat jeder die Gelegenheit, Erinnerungsfotos zu schießen. Und alle nehmen das gute Gefühl mit nach Hause, zusammen mit anderen eine sicher einzigartige Legostadt erschaffen zu haben. Und das in einer Kirche.

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