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Nicht mehr zeitgemäß: das Haus Bambi der Lebenshilfe in Neuhaus.

Große Erleichterung bei der Lebenshilfe

Nach Haushamer Bürgerentscheid: Planungssicherheit für Haus Bambi

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Die Lebenshilfe hat endlich Gewissheit. Nach dem Bürgerentscheid in Hausham steht fest, dass die Planungen für das neue Haus Bambi weitergehen können.

Hausham - Beengte Verhältnisse im Altbau in Neuhaus, unsichere Zukunft für einen Neubau in Hausham: Diesen schwierigen Spagat muss die Lebenshilfe in Bezug auf ihr Haus Bambi seit Jahren bewältigen. Gegipfelt ist die Situation nun im Bürgerentscheid. Mit dem Ergebnis, dass die Lebenshilfe endlich eine echte Perspektive hat. Was das für das Haus Bambi bedeutet, haben wir Lebenshilfe-Geschäftsführerin Inga Kockerols gefragt.

Frau Kockerols, die Mehrheit der Haushamer hat Ihrem Projekt das Vertrauen geschenkt. Wie fühlen Sie sich?

Inga Kockerols: Wahnsinnig erleichtert! Die Freude im Team, vor allem aber bei den Kindern und ihren Eltern im Haus Bambi ist sehr groß. Wir danken allen, die sich für unser Anliegen eingesetzt haben, von Herzen. Endlich haben wir die Sicherheit, dass wir weiter planen können.

Vier Jahre nach dem Start...

Inga Kockerols: Wenn man die Jahre der Standortsuche vor Hausham einrechnet, sind es sogar acht Jahre. Seitdem bemühen wir uns, den Betrieb in Neuhaus mit Notlösungen aufrecht zu erhalten. Das kostet viel Kraft, aber auch viel Geld. Vor allem, weil wir in ein Haus investieren müssen, das uns gar nicht mehr gehört. Und parallel Planungsleistungen finanzieren mussten für ein Projekt, das bis zum Bürgerentscheid mit großer Unsicherheit behaftet war.

Inga Kockerols, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Miesbach.

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Wie sieht denn der aktuelle Planungsstand für das neue Haus Bambi aus?

Inga Kockerols: Es gibt drei Planvarianten. Für die aktuelle Version liegt eine Skizze vor. Um den Platzbedarf zu bestimmen, haben wir nach den Vorgaben der Heimaufsicht und des Bezirks Oberbayern ein Raumprogramm erarbeitet, das den Flächenbedarf vorgibt. Dieser wurde dann in Vorschläge zur Gebäudeform umgesetzt, die wir mit der Gemeinde abgestimmt haben. Weiter konnten wir nicht gehen, solange keine Aussicht auf Baurecht bestanden hat.

Die liegt nun vor. Wann möchten Sie die nächsten Schritte gehen?

Inga Kockerols: So bald wie möglich, wir scharren schon lange mit den Hufen. 2016 bin ich davon ausgegangen, dass wir 2021 einziehen können. Da wir bis dato nicht viel weitergekommen sind, rechne ich jetzt mit 2026.

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Auch wenn es jetzt obsolet ist: Was hätten Sie gemacht, wenn sich das Bürgerbegehren durchgesetzt hätte?

Inga Kockerols: Dann wären wir wieder auf dem Stand von 2012 gewesen. Auch wenn es die Vertreter des Bürgerbegehrens anders dargestellt haben: Es gibt aktuell kein anderes Grundstück für uns. Wenn wir einen Plan B in der Hinterhand gehabt hätten, hätten wir uns nicht allein auf dieses Projekt konzentriert. Allein schon deshalb nicht, weil wir die Verpflichtung haben, für die Kinder im Haus Bambi eine gute Zukunft zu schaffen.

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