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Sind die Bäume an der Naturfreundestraße in Hausham zu erhalten? Das soll ein Gutachter herausfinden.

Vorplanung für Sanierung

Naturfreundestraße: Bäume werden untersucht, Mittelallee vom Tisch

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Können die Bäume die Sanierung der Naturfreundestraße überleben? Dies soll ein Gutachter bis Oktober ermitteln. Derweil ist die Variante einer Mittelallee bereits vom Tisch.

Hausham – Dieses Gutachten muss wachsen wie ein Baum. Über alle Jahreszeiten hinweg beobachtet der von der Gemeinde Hausham beauftragte Landschaftsarchitekt die Allee an der Naturfreundestraße. Erst dann könne er eine Aussage zu ihrem Zustand und damit zur Erhaltungsmöglichkeit im Zuge der geplanten Sanierung der angrenzenden Straße treffen, erklärt Bürgermeister Jens Zangenfeind auf Nachfrage unserer Zeitung.

Austrieb im Frühjahr, Blüte im Sommer, Laubfall im Herbst: Jeder dieser Phasen im Jahreszyklus eines Baums gibt Aufschluss über dessen Gesundheit, berichtet Zangenfeind aus dem Gespräch mit dem Experten. Mit Probebohrungen sollen auch die Wurzeln überprüft werden. Das dauert. Voraussichtlich im Oktober soll das Gutachten fertig sein – und damit die Entscheidungsgrundlage über die Zukunft der mit Schlaglöchern übersäten Naturfreundestraße.

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Bei der Bürgerversammlung im Mai vergangenen Jahres hatte ein Ingenieur mehrere Varianten für eine Erneuerung von Asphaltdecke, Wasserleitung und Kanal bei gleichzeitiger Verbesserung des Verkehrsflusses vorgestellt (wir berichteten). Für Aufhorchen bei den Zuhörern sorgte da nicht nur die Neuordnung der Parkplätze, sondern auch ein möglicher Wegfall der Baumreihe auf Höhe der Kirche. Bei einer Unterschriftenaktion des Landschaftsschutzvereins trugen sich fast 900 Bürger in die Listen für den Erhalt ein.

Wie sich dieser am besten realisieren lässt, wird heuer geprüft. Dabei gehe es nicht nur um das Ob, sondern auch um das Wie, betont Zangenfeind. „Wir müssen wissen, mit welchem Aufwand die Aktion verbunden ist, was sie kostet und wie groß die Erfolgsaussichten sind.“ Die fast schon spektakuläre Ingenieurs-Idee einer Mittelallee ist hingegen vom Tisch, erklärt Zangenfeind. Der bauliche Eingriff in den Kirchplatz wäre zu massiv, und die Bäume würden letztlich sogar von zwei Seiten her vom Asphalt bedrängt. „Das würden sie nicht überstehen.“

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Die lokale Expertise der Anwohner werde man aber ebenfalls einbeziehen. Gerade zum Thema Parken seien viele Vorschläge eingegangen, sagt Zangenfeind und verspricht: „Wir bleiben im Gespräch.“

sg

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