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Befindet sich in einem maroden Zustand: Das Pfarrheim an der Haushamer Geißstraße soll durch einen Neubau ersetzt werden. Das Erzbischöfliche Ordinariat hat dem Vorhaben nun eine hohe Priorität zugesprochen.

Können sofort beginnen

Neubau für Haushamer Pfarrheim - steht ganz oben auf der Liste

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Platz vier von 392 Bauanträgen: Das Erzbischöfliche Ordinariat München hat dem Neubau des Haushamer Pfarrheims eine hohe Dringlichkeit bescheinigt. Die Detailplanung kann beginnen.

Hausham – Dass es in Hausham dringend ein neues Pfarrheim braucht, daran zweifelt in der Pfarrei St. Anton längst niemand mehr. Jetzt ist auch das Erzbischöfliche Ordinariat München zu dieser Auffassung gelangt. 392 Bauprojektanträge hat ein Expertengremium auf Dringlichkeit hin untersucht. Das Haushamer Pfarrheim ist dabei auf Platz vier gelandet. Ein Signal, das deutlicher kaum sein könnte – und es der Kirchenstiftung ermöglicht, in die konkrete Planung einzusteigen.

Profitiert haben die Haushamer vom neuen Priorisierungsverfahren des Ordinariats. Seit Anfang des Jahres habe man alle Projektanträge nach einheitlichen Kriterien neu bewertet, erklärt Bettina Göbner, Pressesprecherin des Erzbischöflichen Ordinariats in München. Dadurch könne man nicht nur die einzelnen Vorhaben besser miteinander vergleichen, sondern auch die teilweise lange Bearbeitungszeit verkürzen. Das Haushamer Pfarrheim habe sowohl im bausachlichen, wie auch im seelsorglichen Bereich eine hohe bis sehr hohe Priorität erhalten. Auch die Wirtschaftlichkeit eines Neubaus wurde als gegeben erachtet. „Damit ist nun eine detaillierte Planung und Kostenberechnung freigegeben“, erklärt Göbner.

Gute Nachrichten für die Gläubigen und alle anderen Nutzer des Pfarrheims, die zuletzt immer mehr unter dem schlechten Zustand des einstöckigen Gebäudes aus den 1970er-Jahren gelitten haben. Wie berichtet, gibt es gleich mehrere bauliche Mängel zu beklagen. Neben dem undichten Dach und den nur provisorisch nachgerüsteten Brandschutzvorrichtungen machte vor allem der mangelhafte Wärmeschutz Probleme. Weil sich das Pfarrheim in Kälteperioden nicht mehr ausreichend heizen lässt, mussten laut Pfarrei im Winter sogar einige Veranstaltungen entfallen – darunter etwa die Kindergruppen.

Schon seit einigen Jahren bemühte sich die Kirchenstiftung daher um eine Genehmigung für eine Sanierung oder einen Ersatzneubau. Das Ordinariat hörte den Wunsch und rief einen Architektenwettbewerb aus. Im Mai 2016 wurde bekannt, dass der Entwurf des Schlierseer Büros von Johannes Wegmann als Sieger daraus hervorgegangen ist (wir berichteten). Dieser sieht einen zweigeschossigen Baukörper mit Satteldach und 6,60 Meter Wandhöhe vor. Obwohl Wegmann aus Kostengründen auf einen Keller verzichtet hatte, sollen für Pfarrsaal, Jugendräume und ein Nebengebäude für die Miesbacher Tafel insgesamt 685 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung stehen.

Ein laut Wegmann auch mit einem Jahr Abstand „stimmiger und guter Entwurf“. Mit der Dringlichkeitseinstufung durch das Ordinariat im Rücken könne man nun mit der Verfeinerung des Raumprogramms beginnen. Wegmann will diese in enger Abstimmung mit den verschiedenen Nutzergruppen durchführen. „Ziel ist es, das pfarrliche Leben bestmöglich zu integrieren“, sagt der Architekt. Läuft alles nach Plan, könnte laut Wegmann der Vergabeausschuss des Ordinariats im Frühjahr 2018 die endgültige Projektfreigabe beschließen.

Spätestens bis dahin muss dann aber auch der Finanzierungsplan stehen. Laut Göbner übernimmt das Erzbistum bei solchen Bauprojekten im Normalfall 85 Prozent der Kosten. Trotzdem werde vorher geprüft, welche Eigenleistung die Pfarrei vor Ort einbringen kann. Dafür müsse aber erst die genaue Kostenberechnung der Fachplaner vorliegen. Wohin die Reise ungefähr geht, hat Wegmann in einer groben Schätzung bereits beziffert: Der Architekt geht von rund drei Millionen Euro aus.

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