Hausham-Abwinkl
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Noch grüne Wiese: die Fläche in Hausham-Abwinkl.

Gemeinderat will Kriterien für Grundstücksvergabe festlegen

Neubaugebiet am Huberspitz in Hausham: Bewerbungsphase startet im Sommer

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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320 potenzielle Bauherren haben bereits für das Neubaugebiet am Huberspitz in Hausham ihr Interesse bekundet. Im Sommer soll die Bewerbungsphase offiziell starten.

Hausham – 320 potenzielle Bauherren haben bereits für das Neubaugebiet am Fuß des Huberspitz in Hausham ihr Interesse bekundet. Wann sie sich offiziell für eins der Grundstücke bewerben können, wussten sie bislang nicht. Jetzt gibt es zumindest einen groben Zeitplan. Noch im Frühjahr soll der Gemeinderat die Vergabekriterien festlegen, im Sommer könnte dann die Bewerbungsphase starten, erklärte Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) jetzt in der Sitzung.

Mal wieder stand eines der drei Bebauungsplanverfahren auf der Tagesordnung: der Plan Nummer 42 „Wohnen für Familien an der Huberbergstraße“. Und hier konnte das Gremium nun endlich einen Schlussstrich ziehen: Gegen die Stimme von Peter Wagner (SPD) fällten die Gemeinderäte den Satzungsbeschluss.

Zuerst aber verlas Bauamtsleiterin Petra Sperl die im Zuge der öffentlichen Auslegung eingegangenen Stellungnahmen. Schwerwiegende Einwände der Träger öffentlicher Belange gab es dabei nicht mehr. Auch die Gemeinderäte rüttelten nicht mehr am Entwurf. Nur Willi Halletz (Grüne) wunderte sich über eine Aussage des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim, wonach in der Begründung zum Bebauungsplan von einer „Rutschung im Westen des geplanten Baugebiets“ hingewiesen wird. Dies sei alles ausführlich in Gutachten untersucht und in der Planung berücksichtigt worden, versicherte Zangenfeind.

Diskussion über Vorschriften zur Gartengestaltung

Für eine kleine Diskussion unter den Gemeinderäten sorgten hingegen die Gestaltung der Gärten im Wohngebiet. So hatte die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt empfohlen, Hecken aus immergrünen Baumarten (insbesondere Koniferenhecken) zu verbieten. Elisabeth Leidgschwendner (CSU) stimmte der Behörde zu. „Es gibt nichts greislicheres als eine Thujenhecke“, sagte sie. Auch Wagner sprach sich für einen Ausschluss aus. Hubert Lacrouts (CSU) meinte, nicht die Pflanzen an sich seien das Problem, sondern die mangelnde Pflege durch die Gartenbesitzer. „Die werden so lange wachsen gelassen, bis der Nachbar keine Sonne mehr sieht.“

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Sperl gab zu bedenken, dass ein Verbot möglicherweise nicht viel bringt. Im Holzkirchner Raum habe ein Hauseigentümer erfolgreich dagegen geklagt. „Darauf sollten wir es ankommen lassen“, entgegnete Wagner. Der Bürgermeister riet davon ab. „Alles, was man regelt, muss man überwachen.“ Dem schloss sich die Mehrheit an. Gegen fünf Stimmen entschied das Gremium, auf eine Regelung zu verzichten.

Bewerbungsphase soll im Sommer starten

Die Interessenten für die Baugrundstücke brauchen vorerst nichts weiter zu tun, betonte Zangenfeind. Jeder, der sich im Rathaus gemeldet hat, stehe auf der Liste. Die Bewerbungsunterlagen würden nach dem Start des Verfahrens automatisch verschickt. „Wir werden das öffentlich bekanntmachen.“ 

sg

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