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Auf ins Einkaufsvergnügen: (Bild oben) Bürgermeister Jens Zangenfeind (l.) sowie Vertreter des Bauherren Schlierach GmbH, der Netto AG, der Hausverwaltung und des Architekturbüros Wagenpfeil eröffneten am Dienstag den neuen Nettomarkt an der Tegernseer Straße.

Grünfläche an der Alten Tegernseer Straße geplant

„Neue Ortsmitte“ Hausham: So geht es nach der Netto-Eröffnung weiter

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Im Abstand von wenigen Tagen eröffnen derzeit die Läden im Wohn- und Geschäftszentrum an der Tegernseer Straße in Hausham. Im Gemeinderat ging‘s nochmal um die Verkehrssituation.

Hausham – Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Im Abstand von nur wenigen Tagen eröffnen derzeit die Läden im neuen Wohn- und Geschäftszentrum an der Tegernseer Straße in Hausham. Nach der Postfiliale Bernschneider am 2. Mai folgten das Nagelstudio Richter (12. Mai) sowie Hörwelten Ochs (14. Mai). Der größte im Bunde war gestern an der Reihe. Auf den Tag genau pünktlich – angekündigt war Mitte Mai – konnten die Kunden erstmals ihre Einkaufswagen im neuen Netto-Markt befüllen.

Nur ein Jahr und drei Monate nach dem ersten Spatenstich sind die drei Baukörper und der Parkplatz fertig. Auch die Verkehrsanbindung ist mit einer Linksabbiegerspur und zwei Querungshilfen für Fußgänger in der Tegernseer Straße gewährleistet. Im Gemeinderat stellte Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) nun noch die Pläne für den letzten Streich vor: die Neugestaltung der Einmündung in die Alte Tegernseer Straße.

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Schon seit längerem stehen hier Pflanztröge, um die von der Tegernseer Straße kommenden Autos beim Abbiegen zu einem Umweg und damit zum Abbremsen zu zwingen. Eine direkte Verbindung sei keine Lösung, erklärte Zangenfeind. „Da wird auch jetzt noch viel zu schnell gefahren.“ Um die Situation auch optisch weiter zu verbessern, habe das Ingenieurbüro Dippold & Gerold im Auftrag der Gemeinde ein Konzept erarbeitet.

Der eher karge Einmündungsbereich der angrenzenden Alten Tegernseer Straße soll mit einer üppigen Grünfläche neu gestaltet werden.

Dieses sieht vor, den Einmündungsbereich mit einem großzügigen Grünbereich baulich zu verengen. Der Gehweg verläuft dabei auf der straßenabgewandten Seite. Unterbrochen wird die Grünfläche durch die Zufahrten zu den Gebäuden und fünf Stellplätzen, die von der Alten Tegernseer Straße her angefahren werden können. In diesem Bereich soll auch ein Zebrastreifen markiert werden. Weitere Parkplätze sollen an der Tegernseer Straße ausgewiesen werden. Sieben vor dem Friseursalon und vier parallel zur Fahrbahn in der früheren Bushaltebucht.

So weit der Vorschlag der Gemeinde. Doch weil es sich bei der Tegernseer Straße um die Staatsstraße 2076 handelt, müsse auch das Straßenbauamt Rosenheim sein Einverständnis erklären, sagte Zangenfeind. Dessen Vorstellungen sehen aber etwas anders aus. Aus Gründen der Verkehrssicherheit plädierte das Staatliche Bauamt, vor dem Friseur nur fünf Schrägparkplätze anzulegen und die Busbucht zu begrünen. Der größte Unterschied zur Version der Gemeinde ist aber der zusätzliche, straßenbegleitende Gehweg an der Einmündung zur Alten Tegernseer Straße sowie eine Verkehrsinsel für Fußgänger in diesem Bereich.

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Vor allem den zweiten Gehweg konnte Zangenfeind nicht nachvollziehen. Er würde schlicht nicht angenommen werden, fürchtete er. „Fußgänger suchen sich immer den kürzesten Weg.“ Als „indiskutabel“ und „konsequent schlecht“ geißelte Christian Baur (FWG) die Lösung des Staatlichen Bauamts. Noch weiter holte Michael Ertl (SPD) aus. Mit den beiden bereits fertigen Querungshilfen in der Tegernseer Straße habe man sich für die schlimmste Planung entschieden. „Das behindert den fließenden Verkehr noch mehr“, schimpfte Ertl. Früher seien Kinder und ältere Leute auch so problemlos über die Straße gekommen. Hubert Lacrouts (CSU) schüttelte den Kopf. „Da hat es schon zwei Tote gegeben.“

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Einstimmig befürwortete das Gremium letztlich den Vorschlag der Gemeinde. Der Bürgermeister versprach, sich in den Gesprächen dafür stark zu machen, schließlich beteilige sich das Staatliche Bauamt auch nicht an den Kosten. Das Ergebnis der „Schlacht in Rosenheim“, wie es Zangenfeind launig formulierte, werde er dem Gemeinderat sobald wie möglich vorlegen. Noch im Juni sollen die Arbeiten erledigt werden.

Bereits am 22. Mai wird die neue Sparkassen-Filiale an der Alten Tegernseer Straße 39 eröffnen. Ein weiterer Schritt hin zum neuen Geschäftszentrum in Hausham – und die Voraussetzung für den Umzug des Rathauses.

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