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Bald wieder offen: In das ehemalige Brauhaus Auer in Hausham zieht in Kürze ein indisches Restaurant.

Neuer Pächter für Haushamer Gaststätte

Aus dem Brauhaus Auer wird ein Inder

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Hausham - Jetzt also doch. Nachdem der Haushamer Bauausschuss erst kürzlich eine Spielhalle im ehemaligen Brauhaus Auer in der Ortsmitte abgelehnt hatte, zieht dort bereits im Februar ein Inder ein.

Von außen mag es noch verlassen wirken, doch hinter den verschlossenen Türen des ehemaligen Gasthofs Auer in der Haushamer Ortsmitte wurde zuletzt fleißig gewerkelt. Am 1. Februar wird das stattliche Gebäude an der Schlierseer Straße nach zweieinhalb Jahren Leerstand auch offiziell aus seinem unwürdigen Dornröschenschlaf erwachen. Nicht als Spielhalle – einen entsprechende Nutzungsanfrage hat der Haushamer Bauausschuss unlängst abgelehnt (wir berichteten) – sondern als Gaststätte. Ein Inder bereitet künftig in den traditionsreichen Räumen seine Spezialitäten zu, wie Eigentümer Thomas Mildenberger unserer Zeitung verrät.

Der Unternehmer aus Bruckmühl ist froh, endlich einen Pächter gefunden zu haben. Der betreibe bereits zwei Lokale in München. „Und die laufen auch richtig gut“, sagt Mildenberger. Gleiches wünscht er sich für Hausham. In erster Linie für die Gäste, aber auch für sich selbst. Denn die vergangenen Monate waren hart. Nicht nur, weil er einiges an Geld in sein Haus gesteckt hat. So entfernte er die Braukessel im Saal, baute einen neuen Ofen und eine doppelte Kühlzelle ein und schüttete sogar den einsturzgefährdeten Keller zu. Am meisten aber strapazierten die Pächtersuche und die genehmigungsrechtlichen Vorschriften seine Nerven.

So hatte er bereits im Februar 2015 einen Wirt an der Angel. „Der hätte sogar bayerisch gekocht“, sagt Mildenberger. Das Problem: Der potenzielle Pächter wollte unbedingt am 1. März eröffnen, das Landratsamt erteilte die dafür notwendige Konzession allerdings erst drei Tage später. „Die Baumängel im Zusammenhang mit der Statik des Kellers haben das Genehmigungsverfahren verzögert“, teilt Gerhard Brandl, Stellvertretender Pressesprecher des Landratsamts, auf Anfrage mit. Und so zerplatzte Mildenbergers Plan wie eine Weißwurst im zu heißen Wasser - und das ehemalige Brauhaus stand weiter leer.

Natürlich hätten sich immer wieder Interessenten bei ihm gemeldet, berichtet Mildenberger. „Aber die haben manchmal die wildesten Vorstellungen“, sagt er kopfschüttelnd. Mit 5000 Euro Grundkapital eine Wirtschaft eröffnen, sei eben einfach nicht möglich. „Da scheitert es ja schon am Inventar“, sagt der Fensterbau-Unternehmer, der früher im elterlichen Gasthof mitgeholfen und in Bruckmühl selbst sechs Jahre lang eine Kneipe betrieben hat.

Umso erleichterter ist er nun, dass im Februar endlich wieder Leben in sein Gasthaus einkehrt. Nicht nur die 275 Quadratmeter im Erdgeschoss wird der neue Pächter bewirtschaften, sondern auch den 130 Quadratmeter großen Biergarten. Weil bekanntlich auch das Auge mit-isst, wird Mildenberger im Frühjahr noch den Zaun ausbessern und neue Terrassenplatten verlegen lassen. Es ist also angerichtet für die neue Gaststätte im Herzen Haushams.

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