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Auszeichnung für besondere Haushamer: Bürgermeister Jens Zangenfeind (2.v.r.) überreichte die Ehrennadeln der Gemeinde an die Sänger des Haushamer Bergwachtgsangs (v.l.) Martin Rie dl, Josef Grundbacher, Andreas Leidgschwendner sen. und Andreas Leidgschwendner jun. sowie an den langjährigen Crachia-Präsidenten Anton Strim.

Neujahrsempfang Hausham

Zangenfeind zeichnet Sänger und Crachia-Urgestein aus

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Hausham – Kaum hatten die vier Sänger des Haushamer Bergwachtgsangs mit ihren Ehrenurkunden die Bühne verlassen, kommandierten sie die Gäste des Neujahrsempfangs in der Aula der Grund- und Mittelschule wieder zurück. Das war der Neujahrsempfang.

„Die sollen was singen“, riefen einige. „Wir haben Zeit“, sagte Bürgermeister Jens Zangenfeind schmunzelnd und unterbrach die Zeremonie für die spontane Kostprobe der stimmgewaltigen Bergwachtler. Die bedankten sich mit ihrem „Schee-Dirndl-Jodler“ für die Ehrennadeln der Gemeinde, die ihnen Zangenfeind zuvor überreicht hatte.

Entdeckt wurden Anderl Leidgschwendner (erste Stimme), sein Sohn Andreas (zweite Stimme), Sepp Grundbacher (dritte Stimme) und Martin Riedl (Bass) bei der Bergwacht-Weihnachtsfeier im Jahr 2000. „Eigentlich wollten sie nur ein Lied singen“, erzählte Zangenfeind, „aber den Leuten hat’s gefallen.“ Also probten die vier Männer weiter. Beim Weihnachtssingen in der Agatharieder Kirche schafften sie dann den Durchbruch. Es folgten zahlreiche Auftritte bei Frühjahrs- und Adventssingen, und auch in der Fernsehsendung „Unter unserem Himmel“ waren die vier Sänger und ihre musikalischen Begleiter Heiner Oberhorner (Gitarre) und Maria Holzer (Zither) schon zu sehen. Eine große Ehre wurde ihnen im Jahr 2012 zuteil, als sie beim Ehrenabend für Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo ihr Können präsentieren durften. „Mit eurer Bescheidenheit und eurem Engagement für Soziales, Brauchtum und Kultur seid ihr wichtige Botschafter unserer Gemeinde“, lobte Zangenfeind.

Kaum war der Jodler verstummt, bat der Bürgermeister einen weiteren Bergwachtler auf die Bühne: Anton Strim. Den verbinden die meisten Haushamer jedoch weniger mit seinen Einsätzen in den Bergen als vielmehr mit der Crachia. Seit Strim vor 35 Jahren zusammen mit Gerti Empl das Faschingspaar bildete, ist er aus der fünften Jahreszeit in Hausham nicht mehr wegzudenken. Neun Jahre lang lenkte er als Präsident die Geschicke der Crachia, 19 Jahre lang führte er durch die legendären Elferratssitzungen der Faschingsgesellschaft.

„All dein Talent, deinen Humor, deine Schlagfertigkeit und dein Engagement hast du hier investiert“, sagte Zangenfeind, bevor er auch Strim die Ehrennadel der Gemeinde ansteckte. Der stellte gleich klar, dass von ihm keine musikalische Einlage zu erwarten ist. „Ich kann euch nichts vorsingen“, sagte Strim schmunzelnd, „ich hab’ mein Schlagzeug nicht dabei“. Anders die Fanfarenbläser der Crachia, die den Neujahrsempfang lautstark eröffnet hatten. Und während sich die Gäste am reichhaltigen Büffet stärkten, sorgte die Unterleiten Musi für Unterhaltung.

Anders als seine Bürgermeisterkollegen in anderen Gemeinden sparte sich Zangenfeind einen großen Vortrag über die Kommunalpolitik. Dafür nutzte er den Abend, sich für das ehrenamtliche Engagement zu bedanken. Ein Sonderlob erhielten die Leichtathletin Sabrina Zeug und ihr Trainer Hans Zenzinger. Mit 29 ersten Plätzen im Kugelstoßen, 18 im Diskus- und neun im Speerwurf sowie mit ihren drei Bayerischen Meistertiteln und dem Sieg im Ländervergleichswettkampf habe Zeug auch 2016 wieder Bestleistungen gezeigt.

Nachhaltig beeindruckt hat den Rathaus-Chef auch der gemeinsame Besuch in der Partnergemeinde Seiersberg-Pirka. „Es ist nicht selbstverständlich, dass man dafür mal eben 300 Leute zusammenbringt.“ Der Dank des Bürgermeisters richtete sich deshalb explizit an alle Haushamer: „Danke, dass Sie das Herz unserer Gemeinde ausmachen.“

sg

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