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Bauchweh gehört zu den ersten Symptomen. Wenn der Virus in geschlossene Räume mit vielen Menschen findet wird‘s ungemütlich.

So ist die Lage in ganz Bayern

Noro-Virus: Symptome und Tipps vom Arzt

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Ein Ausbruch des Noro-Virus hat den Betrieb des Miesbacher Kreiskrankenhauses fast zum Erliegen gebracht. So schützen Sie sich, das sind Symptome und so ist die Lage in ganz Bayern:

Noro-Virus: So schützen Sie sich

Verbeugend hilft eigentlich nur eines, sagt der Allgemeinmediziner Dr. Günther Schönberger aus Grünwald: „Hände gründlich waschen.“ Und zwar nicht nur mit Seife, sondern mit Desinfektionsmittel. Denn die Erreger können überall haften – zum Beispiel an Armaturen oder Türgriffen – und über die Hände leicht in den Mund gelangen. Auch Schönberger hatte in seiner Praxis seit Weihnachten sicher 50 Patienten, die am Noro-Virus erkrankt sind, berichtet er. Er hat beobachtet, dass sich der Erreger verändert hat – vom klassischen Durchfall hin zu starken Bauchschmerzen. Er rät dazu, im Fall einer Erkrankung grundsätzlich den Arzt aufzusuchen. Auch deshalb, weil der Nachweis von Noroviren dem Gesundheitsamt zu melden ist. 

Noro-Virus: Das ist die Lage in ganz Bayern

In den ersten beiden Wochen des Jahres wurden 763 Noro-Virus-Fälle in Bayern registriert. Im selben Zeitraum im Vorjahr waren es mit 400 fast halb so viele. Allerdings ist die Zahl der Erkrankungen seit Mitte Dezember deutlich zurückgegangen. In der vorletzten Woche des Jahres 2016 gab es 585 Fälle, in der zweiten Januarwoche 381. Die Erkrankung bricht in der Regel schnell aus und dauert meist nicht länger als 48 Stunden. Allerdings sind Betroffene auch 48 Stunden nach Abklingen der Beschwerden noch ansteckend. Medikamente zur Behandlung gibt es nicht.

Noro-Virus - die Symptome

Noroviren

Die Infektion tritt meist akut mit heftigen Magen-Darm-Beschwerden, starkem Erbrechen, Bauchkrämpfen, Durchfällen, Kreislaufbeschwerden und erheblichem Krankheitsgefühl auf. In der Regel klingen die Symptome nach zwei Tagen wieder ab. Betroffene sollten insbesondere darauf achten, ausreichend zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Medikamente zur Behandlung gibt es nicht. Trotzdem sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

kwo

Lesen Sie auch: Aufnahmestopp im Miesbacher Kreiskrankenhaus - Darum ist die Lage so schlimm

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