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Durch das Zugunglück in Bad Aibling wurde am Dienstag auch der Notfallplan am Krankenhaus Agatharied aktiviert.

Zugunglück in Bad Aibling

Notfallplan auch in Agatharied ausgelöst

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Agatharied - Das Zugunglück von Bad Aibling hat die gesamte Region in Alarmbereitschaft versetzt. Etwa 80 Verletzte mussten  versorgt werden. Auch das Krankenhaus Agatharied wurde aktiviert - für leichter verletzte Passagiere.

Eine gute Vorbereitung ist im Rettungswesen alles. Das hat auch das gestrige Zugunglück in Bad Aibling gezeigt. Mit dem Alarm im Nachbarlandkreis wurde auch am Krankheaus in Agatharied ein Mechanismus gestartet – der Notfallplan trat in Kraft. An die 30 Patienten waren dem Krankenhaus am Vormittag angekündigt worden.

„Wir sind seit 9 Uhr in Hab-Acht-Stellung“, sagt Kliniksprecher Ronny Brünner. Vornehmlich leichtere Fälle sollten es sein, um die sich Ärzte und Pflegepersonal in Agatharied kümmern sollen.

Denn die Schwerverletzten werden direkt in umliegende Kliniken geflogen, die Leichtverletzten zu einer Sammelstelle gebracht, wo sie mit Rettungswagen in die Krankenhäuser gefahren werden. Etliche Verletzte werden in Rettungsbooten auf die andere Seite des Mangfallkanals gebracht und von dort weitertransportiert.

Die Patienten für Agatharied kommen per Rettungswagen. Am Mittag folgt die Entwarnung: Es werden wohl keine weiteren Verletzten mehr kommen. Bis dahin sind gerade mal acht Personen eingetroffen. Zuerst ein Schwerverletzter, der umgehend operiert wurde, anschließend vier Mittel- und drei Leichtverletzte.

Auch die kleine Ecke für etwaige Angehörige, die in der Eingangshalle neben der Rezeption eingerichtet worden war, wird wieder abgebaut. Keine Nachfrage für Tee und Decken.

Auch wenn die tatsächliche Hilfe in deutlich geringerem Umfang in Anspruch genommen wurde, hat der Fall für die Klinik einen positiven Aspekt, wie Brünner sagt: „Wir wissen, dass unser Notfallplan funktioniert. Auch in einer solchen Dimension.“

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