Krankenhaus Agatharied, Ärzte
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Bilden die Spitze der neuen OrthoClinic Agatharied: (v.l.) die Chefärzte Peter Prodinger und Ulrich Brunner, hier mit Wirbelsäulenspezialist Niels Buchmann.

Vorbereitung für Endoprothetik-Zentrum laufen

OrthoClinic: Krankenhaus Agatharied bündelt Kompetenzen - und noch mehr

  • Stephen Hank
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OrthoClinic Agatharied – unter dieser Marke bündelt das Krankenhaus künftig seine orthopädischen Kompetenzen. Nächster Schritt: die Zertifizierung als Endoprothetik-Zentrum. 

Agatharied – Lediglich 600 der derzeit 1400 Kliniken in Deutschland sollten erhalten bleiben. Das empfiehlt die Bertelsmann-Stiftung in ihrer neuesten Studie. „Nur Kliniken mit größeren Fachabteilungen und mehr Patienten haben genügend Erfahrung für eine sichere Behandlung“, heißt es dort. Auch am Krankenhaus Agatharied vernimmt man derlei Aussagen und die damit einhergehende öffentliche Diskussion – und hat den Handlungsbedarf schon vor Jahren erkannt. Jüngster Schritt der Neuausrichtung ist die Bündelung der Kompetenzen in der Orthopädie unter der Marke OrthoClinic Agatharied.

„Die aktuellen Qualitätsdiskussionen bestätigen uns“, sagt Geschäftsführer Michael Kelbel. Schon vor Jahren habe man damit begonnen, hohe Standards zu setzen. „Qualität ist aber nicht nur Menge“, betont er mit Blick auf die Mindestmengenvorgaben bei Operationen. „Die gesamte Struktur muss stimmen.“

Unter dem Dach OrthoClinic – keine eigene Gesellschaft, nur eine eigene Marke – sind am Krankenhaus Agatharied künftig alle Kompetenzen rund um Schulter, Ellbogen, Hüfte, Knie und Wirbelsäule gebündelt. Eine Zertifizierung soll die hohe Qualität feststellen und dauerhaft festschreiben. „Uns ist es wichtig, diese Bestätigung auch von außerhalb zu haben“, sagt Kelbel.

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An der Spitze der OrthoClinic steht ab August neben Schulterspezialist Professor Ulrich Brunner der Gelenksersatzexperte Dr. Peter Prodinger. Der 40-jährige Österreicher, der mit Frau und Kind in München lebt, tritt die Nachfolge von Professor Andre Steinert an, der in seine Heimatregion Würzburg zurückgeht (wir berichteten). Prodinger war bislang leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Sportorthopädie am Klinikum Rechts der Isar. „Mein bisheriges Tätigkeitsfeld passt gut zum Spektrum von Agatharied“, berichtet er. „Was Andre Steinert hier im Bereich Endoprothetik aufgebaut hat, möchte ich weiter festigen und ausbauen.“

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Nach „vielen Jahren der extremen Unsicherheit“ sei Agatharied heute insgesamt auf einem guten Weg, bestätigt Brunner, der schon bei der Eröffnung der Klinik vor 20 Jahren mit an Bord war: „Wir haben in allen Bereichen ein Wachstum in Breite und Tiefe.“ Zuletzt beispielsweise seien Wirbelsäuleneingriffe in Schwere und Komplexität deutlich angewachsen. Wirbelsäulen-Experte Dr. Niels Buchmann, der seit Oktober als leitender Oberarzt an der Klinik arbeitet, untermauert das: „Es funktioniert aber nur, weil hier die Strukturen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit stimmen.“

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Bislang versorgt das Krankenhaus im Bereich Orthopädie vor allem Landkreisbürger. Ziel der neuen OrthoClinik ist es aber, künftig gut 30 Prozent Patienten von außerhalb zu akquirieren. Das stärke das Krankenhaus auch wirtschaftlich. „Bei allem muss die Patientenzufriedenheit aber weiter stimmen“, sagt Prokurist Benjamin Bartholdt. Geschäftsführer Kelbel sieht eine natürliche Grenze bei rund tausend Operationen jährlich. Oder wie es Prodinger formuliert: „Darüber hinaus handelt man sich ein Strukturproblem ein.“

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