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Sixtus-Werk in Hausham und Eigentümer Philipp Lahm: Die dort gefeuerten Mitarbeiter klagen.

Firma warf sie einfach raus

Philipp Lahm-Firma Sixtus hat ein Problem: Gefeuerte Mitarbeiter klagen

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Die Mitarbeiter der Firma Sixtus von Philipp Lahm wehren sich gegen ihre Kündigung. Klagen sind beim Arbeitsgerichtstag in Holzkirchen anhängig.

Hausham/Holzkirchen – Auch wenn das Unternehmen die Öffentlichkeit scheut: Der Umzug von Sixtus aus Hausham nach Bad Aibling geht alles andere als geräuschlos über die Bühne. Jetzt ist sogar die Justiz damit beschäftigt. Sieben Mitarbeiter haben vor dem Arbeitsgericht Klage gegen ihre betriebsbedingte Kündigung eingereicht. Am Donnerstag trafen sich die Rechtsanwälte beider Seiten in den Räumen der Agentur für Arbeit  in Holzkirchen zu den ersten Güteverhandlungen, teilt die Pressestelle des Arbeitsgerichts auf Anfrage unserer Zeitung mit. Eine Einigung habe es aber in keinem der fünf Fälle gegeben.

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„Ziel der Verhandlung ist, mit den Parteien eine gütliche Einigung zu erörtern und das Verfahren möglichst bereits bei diesem Termin zu beenden“, teilt das Gericht mit. Die Erfolgsquote liege der Erfahrung nach – über alle drei Instanzen hinweg betrachtet – „wohl über 50 Prozent“. Zu den Gründen des bisherigen Scheiterns in der Causa Sixtus äußert sich die Pressestelle nicht. Einem Prozessbeteiligten zufolge hat das Unternehmen kein Abfindungsangebot vorgelegt.

Dazu ist ein Arbeitgeber nach deutschem Recht auch nicht grundsätzlich verpflichtet, teilt das Gericht mit. Dennoch würden viele Firmen im Kündigungsverfahren ein Angebot vorlegen. „Damit wird der Prozess für sie kalkulierbar.“ So trage der Arbeitgeber das Risiko, alle Löhne nachzahlen zu müssen, falls er den Prozess verliert und der Kläger bis zum Urteil arbeitslos bleibt. Geht der Streit bis vors Bundesarbeitsgericht, könne sich das Verfahren zwei bis vier Jahre hinziehen. „Daher ist ein Vergleich oft auch aus Arbeitgebersicht wirtschaftlich sinnvoll“, erklärt die Pressestelle. Als Richtwert für eine Abfindung könne man von einem halben Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr ausgehen. Langjährige Mitarbeiter bekommen also mehr Geld.

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Im Fall Sixtus hat der Richter nach dem Ausbleiben einer gütlichen Einigung nun den zweiten Verfahrensschritt eingeleitet. Nun haben beide Seiten Gelegenheit, ihre Standpunkte schriftlich darzulegen. Dies dauere im Normalfall zwischen drei und vier Monate. Im Anschluss daran wird der so genannte Kammertermin angesetzt. Hier erfolgt bei Anwesenheit des Berufsrichters sowie zwei ehrenamtlichen Richtern die Beweisaufnahme und letztlich auch der Urteilsspruch.

Der zuständige Richter plane, die Verfahren noch in diesem Jahr zum Abschluss zu bringen, teilt das Gericht mit. Das gilt auch für die beiden Klagen, bei denen die Güteverhandlungen noch ausstehen. Ob damit die Aktendeckel tatsächlich geschlossen werden, ist keineswegs sicher. So kann die unterlegene Partei das Urteil beim Landesarbeitsgericht München als Berufungsinstanz prüfen lassen. Eine juristische Einschätzung über die Erfolgsaussichten der Klagen gibt es derzeit nicht.

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Ebenso fehlen belastbare Informationen, wie es mit Sixtus in Bad Aibling weitergeht. Wie berichtet, hatte sich das Unternehmen auf Nachfrage unserer Zeitung dazu nicht geäußert. Dem Vernehmen nach handelt es sich beim neuen Standort lediglich um ein Großraumbüro mit kleinem Labor und Archiv. Fertigung, Außendienst und Marketing sollen ausgelagert, die Produktpalette stark zusammengestrichen werden. Zumindest die Ursache der insgesamt 15 Kündigungen steht damit wohl fest.

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Nach der Entscheidung, eine Veranstaltung der AfD im Brauereigasthof Aying zu beherbergen, hagelte es Kritik im Ort. Nun hat die Familie Inselkammer reagiert.

sg

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