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Die Mittelschüler mit den besten Notenschnitten wurden nun im Gasthaus Staudenhäusl in Agatharied ausgezeichnet. Zu den Gratulanten gehörten Schlamtsdirektor Peter Huber (r.) und Landrat Wolfgang Rzehak (3.v.r.). 

Landkreis ehrt beste Absolventen

Quali: Haushamer sind stolz auf Top-Quote 

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Der Landkreis ehrt die erfolgreichsten Mittelschüler. Die beste Quote bei den Quali-Absolventen hat die Gemeinde Hausham: 85 Prozent der Schüler haben dort die Prüfung bestanden.

Landkreis– Von solchen Noten träumen fast alle Schüler: Annita Bebb von der Montessorischule Hausham schloss die Quali-Prüfung mit einem Schnitt von 1,33 ab. Ihr Kollege Silvan Herold erreichte in der M 10-Prüfung sogar einen Schnitt von 1,16. Die beiden wurden nun vom Landkreis Miesbach für ihre Leistungen geehrt – genauso wie 25 weitere exzellente Mittelschüler.

Die Liste der Gratulanten reichte von den Eltern und Rektoren bis hin zu den Bürgermeistern der jeweiligen Gemeinden und Landrat Wolfgang Rzehak. „Die Mittelschule hat Zukunft – auch wenn manche etwas anderes behaupten“, sagte Rzehak. Die Mittelschule sei eine „ganz wichtige Schulform“. Das dreigliedrige Schulsystem in Bayern werde oft kritisiert, sei aber erheblich verbessert worden. Mit ihren Abschlüssen hätten die Schüler „unheimlich viele Möglichkeiten“. Gerade in Hotellerie und Gastronomie würden gute Fachkräfte benötigt.

Schulamtsdirektor Peter Huber lobte die geehrten Mittelschüler: „Von den Überdurchschnittlichen seid Ihr die Besten.“ Insgesamt gibt es acht Mittelschulen im Landkreis. Von denen nahmen 207 Schüler der neunten Jahrgangsstufe am Quali teil. 134 Schüler, also 64 Prozent, hätten diese zusätzliche Prüfung bestanden, rechnete Huber vor. 99 hätten bereits eine Lehrstelle, einige besuchen weiterführende Schulen.

Noch besser ist die Bilanz bei den M 10-Klassen. Von 111 Schülern hätten 106 – also 95 Prozent – die Prüfung bestanden. Laut Huber haben „praktisch alle“ eine Lehrstelle. Die verbleibenden 36 wollen auf der Fachoberschule weitermachen. Für die Zukunft machte Huber den Schülern Mut: „Euer Startkapital ist gut und solide“, stellte er fest. „Es zu nützen, ist Eure Sache.“ Der Schulamtsdirektor zitierte Ernest Hemingway: „Niemand weiß, was in ihm steckt, solange er nicht versucht hat, es herauszuholen.“ Huber forderte die Schüler auf: „Taucht hinein in Euch, schaut nach, was in Euch an Fähigkeiten und Talenten steckt.“

Über herausragende Notenschnitte einiger Schüler freut sich Mira Kammerer, Leiterin der Montessorischule Hausham. Beispielsweise über den von Annita Bebb und Silvan Herold (siehe Bericht oben). Generell sei der M 10-Jahrgang heuer sehr stark gewesen, stellt die Schulleiterin fest. Das Gleiche gilt für Fischbachau. Hier legten gleich zwei Schülerinnen einen außergewöhnlich guten M10-Abschluss hin: Annalena Bauer und Andrea Leitner erreichten jeweils einen Notenschnitt von 1,22. Kein ganz einfaches Jahr liegt dagegen hinter der Mittelschule Miesbach. Die Regelklasse der neunten Jahrgangsstufe war mit 28 Schülern sehr groß und nicht nur von den Nationalitäten her bunt zusammengewürfelt. 14-Jährige lernten an der Seite von 18-Jährigen. „Das war eine Herausforderung für den Klassleiter“, sagt Konrektorin Martina Thrainer. Rund lief es dagegen in der M 10-Klasse: „Die war sehr lernwillig und eifrig“, lobt Klassleiterin Sieglinde Jetzinger. Zufrieden sind die Verantwortlichen auch mit der Praxisklasse, der einzigen im Landkreis Miesbach. In dieser werden Schüler mit Lern-Rückständen gefördert – um sie kümmert sich nicht nur ein Lehrer, sondern auch noch ein Sozialpädagoge. Alle sechs Schüler schafften den Abschluss und haben einen Ausbildungsplatz in der Tasche. Ebenso außergewöhnlich war die Abschlussklasse der Mittelschule Schliersee. Klasslehrerin Regine Kau staunte über die sportlichen Leistungen ihrer Schützlinge: „Wir hatten supergute Skifahrer, Tänzer und Turner.“ Daher seien die Noten beim Sport-Quali „bemerkenswert gut“ ausgefallen. Die zwei Schüler mit Englisch als Muttersprache hätten das Niveau in diesem Fach stark angehoben“, sagt Kau. Von einem „sehr harmonischen Jahr“ in der Holzkirchner Mittelschule spricht Klasslehrerin Barbara Unsin: „Charakterlich und menschlich war das ein hervorstechend guter Jahrgang.“ Ebenso hervorstechend war der Abschlussjahrgang der Haushamer Mittelschule – auf den Rektor Markus Rewitzer stolz ist. 85 Prozent der Schüler haben den Quali bestanden – die beste Quote im Landkreis. „Die Lehrer haben gut angeschoben, und die Schüler haben gut mitgezogen“, lobt Rewitzer. „Da hat sich eine gute Dynamik entwickelt.“ Ebenfalls bemerkenswert: Erstmals gab es eine Abschlussprüfung in einer Übergangsklasse, in der Kinder ohne Deutsch-Kenntnisse speziell gefördert werden. Von einem „normalen, durchschnittlichen Jahrgang mit Problemen und positiven Seiten“, spricht Ulrich Throner, Konrektor an der Schule in Rottach-Egern. Auffällig sei lediglich die Freude der Schüler an praktischer Arbeit gewesen. Zudem habe die Zusammenarbeit mit externen Partnern exzellent geklappt.

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