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Sind bislang klar im Vorteil: zwei Mountainbiker auf dem Bodensee-Königssee-Radweg zwischen Hausham und Gmund. Für Alltagsradler ist die Strecke aber nicht geeignet. 

Planungen laufen auf Hochtouren

Radweg Hausham-Gmund: Millionenprojekt kommt auf den Weg

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Gute Nachrichten für alle Alltagsradler: Die Planungen für einen straßenbegleitenden Radweg zwischen Hausham und Gmund schreiten voran. Allerdings kostet der richtig viel Geld.

Hausham/Gmund – Jeder Seitenwechsel kostet Geld. „Das ist bei einem Radweg an der Staatsstraße richtig teuer“, sagt Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind. Weil man die Radler aus Sicherheitsgründen nicht einfach über die Straße schicken könne, brauche es aufwendige Bauwerke wie Tunnel oder Brücken. Andere Querungshilfen würden den Autoverkehr zu sehr ausbremsen. Heißt: Die Trasse des geplanten Geh- und Radwegs an der St 2076 zwischen Hausham und Ostin sollte möglichst durchgehend auf einer Seite der Straße entlangführen.

Wie sich das in der Praxis realisieren lässt, haben die Gemeinden Hausham und Gmund in den vergangenen Monaten von einem Ingenieurbüro prüfen lassen. Wie berichtet, haben 2018 beide Gemeinderäte den Grundsatzbeschluss gefasst, die wichtige Querverbindung zwischen Schlierach-/Leitzach- und Tegernseer Tal für Alltagsradler zu ertüchtigen. Aktuell gibt es hier nur den Bodensee-Königssee-Radweg, der allerdings über zum Teil steile Schotterwege führt und damit eher für Mountainbikes oder Tourenräder geeignet ist. Rennradfahrer, zu denen auch der Haushamer Rathauschef gehört, müssen auf der viel befahrenen Staatsstraße bleiben. „Das ist nicht angenehm“, sagt Zangenfeind. Er versuche deshalb, die Strecke ganz zu meiden.

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Damit das in Zukunft nicht mehr nötig ist, versuchen Zangenfeind und sein Kollege Alfons Besel aus Gmund, bald eine Lösung für einen neuen, Geh- und Radweg zu schaffen. Das Ingenieurbüro habe mehrere Varianten vorgelegt, geben die beiden Gemeinden in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. Die rund 4,3 Kilometer lange Route würde jeweils möglichst nah an der Staatsstraße und im Bereich Ostin am Freizeitareal Oedberg entlangführen.

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Wo sie am Ende genau verläuft, wird sich erst nach den Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern herausstellen, teilen die beiden Bürgermeister mit. Laut Zangenfeind beginnen die Gespräche in Kürze. Ende Mai soll dann ein Runder Tisch mit Vertretern der Rathäuser, der Fachbehörden am Landratsamt wie Naturschutz und Straßenverkehr, des Staatlichen Bauamts Rosenheim sowie des Wasserwirtschaftsamts und der Standortmarketing-Gemeinschaft (SMG) stattfinden. „Wir sind für alle Anregungen dankbar“, schickt Zangenfeind voraus.

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Das gilt auch in Sachen Finanzierung. Laut einer ersten Schätzung belaufen sich die Kosten der Maßnahme nämlich auf stolze 2,5 Millionen Euro. Ohne Fördergelder sieht der Haushamer Bürgermeister keine Chance, das Projekt zu stemmen. Dieses Ziel hätten sich aber alle Beteiligten auf die Fahnen geschrieben. „Wir wollen da eine Verbesserung“, macht Zangenfeind klar. „Für Ausflugsfahrten, aber auch für den Weg in die Arbeit.“

sg

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