Faschingszugmanager Michael Lauber (r.) hat mit seinem Schwager Sepp Leitner in mühevoller Arbeit dafür gesorgt, dass der Faschingszug in Hausham heuer nicht gänzlich ausgefallen ist.
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Versprechen gehalten: Faschingszugmanager Michael Lauber (r.) hat mit seinem Schwager Sepp Leitner in mühevoller Arbeit dafür gesorgt, dass der Faschingszug in Hausham heuer nicht gänzlich ausgefallen ist.

Fünfte Jahreszeit im Lockdown

Ramba Zamba in Lego-Hausham: Crachia veranstaltet virtuellen Faschingszug

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Von wegen Absage wegen Corona: Der Haushamer Faschingszug hat doch stattgefunden: als genial-kreatives Online-Video mit Lego-Wagen und -Figuren. Der Crachia sei Dank!

Hausham – DJ Einheitsbrei und sein gelber Plastikkollege heizen ordentlich ein beim Ramba Zamba am Haushamer Bahnhofsplatz. Dann bittet Sprecher und Kameramann Korbinian Reischl die feiernde Menge, ein paar Schritte zurückzutreten. Es nähert sich – Trommelwirbel – der erste virtuelle Faschingszug in der Geschichte der Crachia!

Pünktlich am Sonntag um 13.13 Uhr ist das Video auf der Facebook-Seite der Faschingsgesellschaft online gegangen. Ob Prunkwagen oder Elferräte: Alles besteht aus Legosteinen und Figuren, die Faschingszugmanager Michael Lauber in närrischer Detailverliebtheit und Kreativität zusammengesteckt hat.

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Er habe im Herbst, als noch unklar war, wie Corona den Fasching 2021 beeinflussen wird, „große Töne gespuckt“, erzählt Lauber: „Solange ich dabei bin, fällt der Zug nicht aus.“ Die rettende Idee im Lockdown stammt aus Köln: Da habe ein Karnevalsverein einen Umzug mit Playmobil-Spielzeug nachgebaut, berichtet Lauber. Mit seinem Schwager Sepp Leitner, der jede Menge Lego daheim hat, machte er sich ans Werk.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Angeführt von einem Polizeiauto ziehen die an einer Schnur aufgefädelten Wagen an den Zuschauern vorm Bildschirm vorbei. Die Gardemäuse auf einem dreistöckigen Karussell, die Elferräte im Crachia-blauen Anhänger, die Fußballer mit einer überdimensionalen Donald-Trump-Figur im Gepäck („Guad, dass der weida is.“), die Tanz- und Showgarde samt Teenis und Fanfarenzug in einer riesigen mittelalterlichen Festung. Auch ein Motivwagen darf nicht fehlen: das Impfzentrum. Kommentar von Sprecher Reischl: „Damit’s bei uns in Hausham oiwei recht spritzig hergeht.“

sg

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