Bürgermeister: „Mein Hund würde mir was pfeifen“

Sandkasten-Hundeklo: Haushamer Bürger beantragt neuartiges System

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Ein Sandkasten als Hundeklo? Diese Idee aus Skandinavien war nun auch in Hausham Thema. Ein Hundebesitzer hatte einen Probelauf beantragt.

Hausham – Hundekot im Sandkasten ist normalerweise ein echtes Ärgernis. Nicht so in Nürnberg: Da hat die Stadt nun eigens eine zehn Quadratmeter große Sandfläche als Hundeklo angelegt. Die Idee, die ursprünglich aus Skandinavien stammt, hat es nun auch in den Haushamer Hauptverwaltungsausschuss geschafft. Ein Hundebesitzer hatte den Antrag gestellt, eine solche Anlage probeweise in der Gemeinde aufzustellen.

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Das Prinzip klingt einfach: Der Hund verrichtet sein Geschäft im Sand, sein Herrchen oder Frauchen nimmt sich einen Plastikbeutel aus dem ebenfalls angebrachten Kot-Tütenständer und entfernt die Hinterlassenschaft. In Nürnberg hofft man, so das Bewusstsein der Hundebesitzer für ihre Pflichten zu schärfen. Ob das auch in Hausham funktionieren könnte?

Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) hatte dazu eine klare Meinung: „Ich bin selbst Hundebesitzer“, sagte er schmunzelnd. „Und mein Hund würde mir was pfeifen, wenn ich ihn anweisen würde, in den Sandkasten zu gehen“. Zangenfeind fürchtet, dass die neuartige Hundetoilette mit der Zeit eher zu einem Katzenklo verkommen würde. „Wer pflegt das dann?“, fragte der Bürgermeister. Ganz zu schweigen von der Gefahr, wenn Kinder den Sand unwissend als Spielplatz nutzen würden und so mit den tierischen Hinterlassenschaften in Berührung kommen würden.

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Einen Mangel an Hundetoiletten in Hausham kann Zangenfeind ohnehin nicht erkennen. Alle paar hundert Meter würde man beim Gassigehen eine Entsorgungsmöglichkeit vorfinden. Jeden Tag sei ein Gemeindemitarbeiter damit beschäftigt, die Behälter wieder auszuleeren. „Keiner muss weit gehen, bis er die Tüte loswird“, betonte Zangenfeind.

Im Gremium erntete der Vorschlag nicht mehr als ein Lächeln. Der Antrag wurde einstimmig abgelehnt. „Wir sind immer dankbar für Ideen“, meinte Zangenfeind. „Doch hier bin ich skeptisch.“

Rubriklistenbild: © dpa / Roland Holschneider

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