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So macht Schule Spaß: (v.l.) Aleyna Ünsal, Magdalena Läßer und Veronika Schnitzenbaumer durften mit Lehrerin Nadine Eisenmann „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ anschauen.

Schulkinowoche im Landkreis

Unterricht mal anders: Kinosaal statt Klassenzimmer

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Hausham - So macht Unterricht Spaß: Zwölf Schulen im Landkreis tauschen zurzeit die Tafel gegen eine Großleinwand ein. Vor allem "Rico und Oskar" sind bei den Kleinen schwer angesagt.

Eigentlich schaut Aleyna Ünsal (12) lieber Animefilme. Meist im Fernsehen, weil die japanischen Zeichentrickstreifen hierzulande nur selten im Kino laufen. Am Montagvormittag hat die Sechstklässlerin der Realschule Miesbach eine Ausnahme gemacht und sich gemeinsam mit ihrer Klasse 6b „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ im Oberland-Kinocenter in Hausham angeschaut. Ihr Fazit: „Der war dann doch ganz gut.“ Und das nicht nur, weil er ihr statt drei Schulstunden im Klassenzimmer 95 Minuten im gemütlichen Kinosessel beschert hat. 

Nicht nur die 6b der Realschule Miesbach tauscht in dieser Woche die Tafel gegen eine Großleinwand ein. Insgesamt zwölf Grund-, Mittel-, Real- und Förderschulen aus dem Landkreis nehmen an der 9. Schulkinowoche Bayern teil. 100 Kinos im Freistaat öffnen ihre Säle und präsentieren ebensoviele künstlerisch bedeutsame und auf den Unterricht und Lehrplan abgestimmte Filme. Im Landkreis Miesbach macht neben dem Kino in Hausham auch das Foolskino in Holzkirchen mit. Welche Streifen es zu sehen gibt, entscheiden Lehrer und Schüler gemeinsam. 

Internationale Blockbuster wie „Star Wars“ oder „Zoomania“ standen zwar nicht zur Auswahl. Aber uncool ist die Schulkinowoche deshalb noch lange nicht, meint Magdalena Läßer (11). „Ich schaue ja sonst auch lieber Kinderfilme.“ Wie die Geschichten über die Abenteuer der Berliner Freunde Rico und Oskar. Das Vorgängerbuch „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ von Andreas Steinhöfel haben die Schüler in der fünften Klasse im Unterricht gelesen – und auch den Film geschaut. „Aber nicht im Kino“, sagt Veronika Schnitzenbaumer (12). 

Für Lehrerin Nadine Eisenmann ist die Schulkinowoche eine willkommene Gelegenheit, ihre Schützlinge von den Vorzügen der großen Leinwand zu überzeugen. In Zeiten von DVDs und Online-Streaming-Portalen ist der gemeinsame Filmgenuss mit Popcorn keineswegs mehr selbstverständlich. „Für mich gehört das aber zur Kultur dazu“, sagt Eisenmann. Und zum Deutschunterricht. Denn nicht nur aus Büchern, sondern auch aus Filmen könnten die Schüler jede Menge herauslesen. Wie eben zum Thema Freundschaft bei Rico und Oskar. Um ihre Klasse vorzubereiten, legte Eisenmann den Kindern ein Begleitheft und Postkarten vor, zu denen sich diese dann einen Text einfallen lassen mussten. Ein bisschen Schule muss bei all dem Filmvergnügen dann doch sein. 

Aber auch ohne ihre Lehrerin gehen Aleyna, Magdalena und Veronika ab und zu ins Kino. Mal mit der Familie, mal mit Freunden. Aleyna sogar fast jeden Monat. Als Haushamerin hat sie es da natürlich nicht so weit wie ihre beiden Freundinnen aus Großpienzenau. Einen Pflichttermin haben sich Magdalena und Veronika bereits vorgemerkt: „Im Sommer kommt der dritte Teil von Rico und Oskar ins Kino“, sagt Magdalena. Und wer weiß: Vielleicht geht da sogar Anime-Fan Aleyna mit.

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