Der Startpunkt des Naturerlebnispfads zum Huberspitz am Alpengasthof Glück Auf.
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Der Startpunkt des Naturerlebnispfads zum Huberspitz am Alpengasthof Glück Auf.

Um Konflikte mit Wanderern zu vermeiden

Serpentinenweg am Huberspitz für Mountainbiker tabu

  • Christian Masengarb
    VonChristian Masengarb
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Mountainbiker müssen künftig den Haushamer Serpentinenweg am Huberspitz meiden. Der Gemeinderat hat bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Weg künftig als Wanderweg nur für Fußgänger sowie forst- und landwirtschaftliche Fahrzeuge freizugeben.

Hausham – Damit will das Gremium Konflikte zwischen Radlern und Familien, die auf dem dortigen Naturlehrpfad unterwegs sind, vermeiden. Wie berichtet, hat die Gemeinde zwischen den Alpengasthof Glück Auf und dem Almbad Huberspitz einen Walderlebnispfad angelegt, der sich vor allem an Familien mit jüngeren Kindern richtet. Ein Teil des Naturlehrpfads führt über den Serpentinenweg. Diesen durften bislang Fußgänger und Mountainbiker gemeinsam nutzen – was laut Verwaltung immer wieder zu Konflikten geführt hatte. Die Schuld daran trifft laut Gesetz die Mountainbiker: Sie müssen auf Privatwegen Fußgängern gewähren, ihre Geschwindigkeit anpassen und bei Bedarf absteigen.

Dass es dennoch Konflikte gab, zählt nun als der wichtige Grund, den das Gesetz verlangt, um Wege für einige Nutzer sperren zu dürfen. Die Eigentümer haben der Sperrung zugestimmt. Die Gemeinde wird nun die entsprechenden Schilder aufstellen.

Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) betonte im Gemeinderat, dass die Sperrung nicht gegen Mountainbiker gerichtet sei. Diese seien im Huberspitzgebiet gerne willkommen. „Ich glaube, das sind wir uns alle einig.“ Aber dieser Weg sei für Wanderer und Familien und Familien gedacht. Für eine Doppelnutzung sei er zu schmal. „Wir wollen niemanden aussperren, aber in dem Bereich geht es nicht anders.“ Kinder, die sich auf die Stationen des Weges konzentrieren, sollen sich nicht um Radler sorgen müssen.

Für Mountainbiker will Zangenfeind Ersatzangebote schaffen. Das Mountainbikekonzept, an dem die Gemeinde seit einem Jahr mit der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) arbeite, sei ein Schritt zu einem Miteinander, das nicht von Verboten geprägt ist. Es gehe um Strecken und die entsprechende Beschilderung. In vier bis fünf Wochen wolle er Waldeigentümer einladen, um ihre Vorstellungen einzubeziehen. „Mountainbiken gehört zur Freizeit dazu und zur Nutzung von Wegen, wo es von der Breite her geht“, begründete der Bürgermeister.

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