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Vorarbeit für die Bagger: (ab 6.v.l.) Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind beim Spatenstich für die neue Ortsmitte mit Projektentwicklerin Eva Maria Klappauf, Investorin Daniela Reichenberger und weiteren Beteiligten.

Fünfeinhalb Jahre nach dem ersten Entwurf

Spatenstich: Bau der Haushamer Ortsmitte hat begonnen

Nun ist es offiziell: Hausham bekommt nach mehr als fünf Jahren Entwicklungszeit durch die Projektentwickler- und Investoren-Familie Reichenberger eine neue Ortsmitte. Am Freitag war Spatenstich.

Hausham – Nachdem am Freitag der Spatenstich den Beginn des Großprojektes am Dreieck Tegernseer Straße/Alte Tegernseer Straße/Miesbacher Straße einleitete, starten in der kommenden Woche die Bauarbeiten. „Schon am Montag beginnen die Bagger mit dem Aushub“, verkündete Eva-Maria Klappauf, Mitentwicklerin des Projektes der Schlierach GmbH & Co. KG. „Es geht alles gut voran, nun hoffen wir auf eine unfallfreie Baustelle.“

Was sich nach Schnelldurchlauf anhört, beschäftigt die Gemeinde tatsächlich schon seit fünfeinhalb Jahren. Wie berichtet, hatte Investor Josef Reichenberger damals einen ersten Entwurf für das Wohn- und Einkaufsareal eingereicht. Der Gemeinderat konnte mit den von Architekt Alfred Siebeneicher gezeichneten acht Baukörpern gut leben und stellte einen Bebauungsplan auf. Doch statt loszulegen, vollzog Reichenberger eine Kehrtwende und legte das Projekt auf Eis. Erst im Dezember 2015 stellte er dann den Entwurf seines neuen Architekten Bernhard Landbrecht vor: drei lineare, dreigeschossige Baukörper mit Parkplätzen und Tiefgarage auf einer Fläche von rund 3400 Quadratmetern. Das jedoch sorgte für Gegenwind bei den Anwohnern und auch im Gemeinderat. Trotzdem fällte das Gremium im August 2016 einen einstimmigen Satzungsbeschluss.

Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind zeigte sich beim Spatenstich zufrieden mit der Zusammenarbeit mit den Projektentwicklern. „Ich hoffe, dass die Kommunikation zwischen uns weiterhin so gut funktioniert“, sagte er. „Die Leute sollen wissen, wann aufgrund der Baustelle Engpässe im Verkehr entstehen.“ Obwohl Zangenfeind selbst stets als Befürworter des Projektes aufgetreten war, haderte er mit dem Begriff „Ortsmitte“. „Wir können nicht sagen, dass wir in einem Jahr eine neue Ortsmitte haben“, meinte er. Das Bauvorhaben sei jedoch ein Baustein auf dem Weg dorthin.

Viele Haushamer wünschten sich fußläufige Einkaufsmöglichkeiten, und dafür sei der „bunte Mix“ aus Läden und Wohnungen ideal. „Wichtig ist einfach, dass sich was bewegt“, fügte der Bürgermeister an. Auch der Aspekt, dass sich in seiner Gemeinde bald mehr Geschäftsleute ansiedeln werden, gefällt Zangenfeind. „Ich bekomme viele Anfragen für Häuser, Wohnungen und Gewerbeflächen.“

Wer noch in der neuen Ortsmitte zuschlagen will, muss sich beeilen. „Es läuft so gut, dass wir nur noch 400 Quadratmeter Mietfläche frei haben“, sagte Klappauf stolz. Alles andere ist bereits an einen Netto-Markt, eine Bäckerei mit Café und mehrere kleinere Läden vergeben. Die Käufer und Mieter kommen laut Klappauf nicht nur aus Hausham, „sondern aus der ganzen Region und darüber hinaus“. Das gilt auch für die 66 Wohnungen mit Flächen zwischen 34 und 115 Quadratmetern. Rund 30 Wohneinheiten werden vermietet, die restlichen verkauft – und schon jetzt sind nur noch 30 Prozent verfügbar.

Bezugsfertig sind die ersten Läden schon in gut einem Jahr, wie Michael Steinberger vom Haushamer Ingenieurbüro Wagenpfeil verriet: „Die Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss werden im April 2018 fertig. Bei den Wohnungen wird das rund vier Monate später der Fall sein.“

Von Philip Hamm

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