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Gregor Gysi wurde von den Jusos im Landkreis zu einem Dialog eingeladen.

SPD Hausham

Gregor Gysi kommt zum Dialog mit jungen Politikern

Hausham - Die Haushamer Sozialdemokraten haben sich bei ihrer Versammlung gegen TTIP ausgesprochen. Zu einem Dialog haben junge Parteimitglieder den  Ex-Linken-Fraktionschef Gregor Gysi eingeladen.

Der Bundestagswahlkampf kündigt sich an. Die Sozialdemokraten in Hausham machen sich bereits Gedanken, wie man im Herbst 2017 vor die Wähler treten soll in Anbetracht düsterer Prognosen von Meinungsforschern und Medien. In der Jahresversammlung des Ortsvereins, der 65 Mitglieder umfasst, machte man sich im Bürgersaal gegenseitig Mut.

So fand der Vorsitzende Thomas Danzer, die Stimmung im Lande wandle sich bereits. „Die Bürger wissen, dass die SPD für soziale Gerechtigkeit und Solidarität steht. Die Diffamierung unserer Partei muss ein Ende haben.“ Die politischen Rezepte der Partei, deren 150-jährige „ruhmreiche“ Existenz Danzer stolz erwähnte, hätten sich zu orientieren an den Bedürfnissen der kleinen Leute.

Aber auch Bürger, die selbstbestimmt leben und arbeiten wollen, brauchten „eine Perspektive“. Danzer will andererseits nicht Abschied nehmen von der Eroberung der politischen Mitte. Mit Blick auf die vielen Niederlagen finden sich inzwischen viele Kritiker in der SPD. „Die moderne Partei der sozialen Gerechtigkeit“, die Danzer vorschwebt, braucht auch Lokomotiven.

CSU ist eine „eiskalte Vertreterin der Interessen des Raubtierkapitalismus“

Zum Beispiel einen Linken, der einst Fraktionssprecher einer ungeliebten Konkurrenzpartei war. Kein anderer als Gregor Gysi, der als politischer Redner sehr gefragt ist, kommt im September nach Holzkirchen und stellt sich im Foolstheater zum Dialog mit jungen Sozialdemokraten. Er wurde eingeladen von den Jungsozialisten, wie Quirin Beugel und Philipp Wessels mitteilten. Etwa 15 Jusos gibt es im Landkreis.

Außerdem wurde einstimmig ein Antrag an den Landesparteitag zum Freihandelsabkommen (TTIP) verabschiedet. Vorgelegt hatte das Papier Hans Pawlovsky, der Unterbezirksvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA).

Bund und EU müssten den Freihandelsvertrag ablehnen, weil die rechtliche Seite sehr bedenklich sei. Da die CSU sich für das Abkommen ausgesprochen hat, attackierte Pawlovsky die Staatspartei als „eiskalte Vertreterin der Interessen des Raubtierkapitalismus“. Danzer: „Wir wollen unserer EU-Abgeordneten Maria Noichl den Rücken stärken.“ 

Von Hugo Molter

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