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Sport und Kultur im Mittelpunkt: Vier neue Ehrennadelträger in Hausham

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Von: Sebastian Grauvogl

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Neujahrsempfang Hausham, Ehrennadel
Die neuen Ehrennadel-Träger der Gemeinde Hausham: (ab 2.v.l.) Julius Zinke, Ilse Wagner, Hans Breitschafter und Hans Zenzinger. Bürgermeister Jens Zangenfeind gratulierte. © Andreas Leder

Dreimal Sport, einmal Kultur: In etwa so lässt sich das Metier der vier neuen Ehrennadelträger der Gemeinde Hausham zusammenfassen. Ausgezeichnet wurden sie beim Neujahrsempfang.

Hausham – Hätte es einen Vierkampf aus Wasserspringen, Werfen, Fußball und Skispringen gegeben, dann hätte Hausham wohl heute einen Olympiasieger in dieser Disziplin: Hans Zenzinger. Vor allem im Steinstoßen brillierte Zenzinger und räumte Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre mehrere Bayerische Meistertitel ab. Heute gibt er als Trainer bei der SG Hausham sein Wissen an den Nachwuchs weiter und hat mit Sabrina Zeug eine mehr als würdige Nachfolgerin gefunden.

Auch 2019 zeigte sich die Leichtathletin wieder als Seriensiegerin und wurde unter anderem Deutsche Meisterin im Steinstoßen und mit dem Schleuderball. Jetzt aber stand mal wieder ihr Trainer im Mittelpunkt. Beim Haushamer Neujahrsempfang in der Aula der Mittelschule überreichte Bürgermeister Jens Zangenfeind Zenzinger die Ehrennadel der Gemeinde Hausham. „Du bist Chauffeur, Trainer und immer ein guter Ratgeber“, lobte Zangenfeind sein „überragendes Engagement“ für die Sportler in Hausham. Zenzinger sei nicht nur einer der ältesten Leichtathletik-Trainer in Bayern, sondern auch ein „echtes Haushamer Original“.

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Noch heute sportlich aktiv ist ein weiteres Urgestein der Gemeinde: Julius Zinke. Noch in seinem „jugendlichen Alter“ von 82 Jahren sei er als Unparteiischer bei Fußballturnieren im Einsatz, lobte Zangenfeind den zweiten Ehrennadel-Träger beim diesjährigen Neujahrsempfang. „Du bist ein Vertreter der Fairness, der Gerechtigkeit und des Engagements für die Jugend.“ Für Zinke, der seit 25 Jahren als Schiedsrichter aktiv ist, war die Auszeichnung bereits die zweite in kurzer Zeit. 2019 hatte er den „Engagiert“-Preis des Freistaats erhalten.

Fast schon entschuldigende Worte fand der Rathauschef bei einem weiteren Sportler, den er an diesem Abend eine Urkunde in die Hand drückte: Hans Breitschafter. „Ich weiß, dass Du Ehrungen eigentlich nicht magst und sehr bescheiden bist“, meinte Zangenfeind und fügte schmunzelnd an: „Aber das hilft jetzt alles nichts.“ So zeichnete er auch langjährigen Vorsitzenden und bis 2019 noch Vize-Chef der Sparte Turnen der SG Hausham ebenfalls mit der Ehrennadel aus. Auch, weil sich Breitschafter obendrein zwölf Jahre lang im Gemeinderat eingebracht hatte.

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Gleich doppelt so lang, nämlich 24 Jahre, füllte Ilse Wagner dieses Amt aus. Vor allem als Kulturreferentin habe sie sich für die Gemeinde verdient gemacht, sagte Zangenfeind. Als eine der Urheberinnen des Kunstkreises hatte sie ganze 33 Ausstellungen organisiert, den Künstler Sepp Stallhofer gefördert und sich auch für das mittlerweile im Staudenhäusl in Agatharied untergebrachte Museum für dessen Werke stark gemacht. Grund genug, auch Wagner mit der Ehrennadel zu danken.

Das Wort „Danke“ fiel unzählige Male beim Neujahrsempfang. Doch der Bürgermeister blickte nicht nur zurück, sondern machte den Haushamern auch Mut für die kommenden Jahre. „Hausham macht sich auf den Weg in die Zukunft. Bitte lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen.“ 

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