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Der Wunschstandort: Am Brenten in Hausham könnte sich Christoph Seidenfus einen Bogensport-Parcours vorstellen.

Statt Wallenburger Kogel

Bogenschützen nehmen Brenten ins Visier

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Hausham - Der Bogensportclub im Oberland disponiert um. Weil der Wunschstandort für den Waldparcours am Wallenburger Kogel geplatzt ist, haben die Schützen nun den Brenten im Visier.

Nur auf künstliche Tiere wollten die Schützen des Bogensportclubs (BSC) im Oberland zielen. Trotzdem meldete der Naturschutzbeirat am Landratsamt Bedenken gegen ihren geplanten Parcours am Wallenburger Kogel bei Hausham an. „Da wären wir im Rückzugsgebiet des Auerhahns gewesen“, erklärt BSC-Vorsitzender Christoph Seidenfus. Rein rechtlich hätte zwar nichts gegen das Vorhaben gesprochen, dafür scheiterte es am Ende an einer Grundstücksangelegenheit. Eine Landwirtin weigerte sich, den Sportlern einen Weg zur Verfügung zu stellen. „Schade“, sagt Seidenfus. 

Doch er gab nicht auf. Bürgermeister Jens Zangenfeind, der sich bei zwei Gemeinderats-Ausflügen nach Siegsdorf vom dortigen Bogensport-Parcours überzeugt hatte, empfahl ihm, sich den Brenten näher anzuschauen. Aus gutem Grund: „Ich hatte beim Wallenburger Kogel ohnehin Bauchweh“, sagt Zangenfeind. Wie berichtet, hatten mögliche Konflikte mit Wanderern oder Radlern auch einigen Gemeinderäten Kopfzerbrechen bereitet. Der Brenten sei dagegen prädestiniert für einen Parcours, meint Zangenfeind. „Da herrscht weniger Frequenz“ sagt er. Auch die Motocrosser vom MSC Hausham haben dort ihre Strecke.

Seidenfus nahm den Ball gerne auf und entwickelte ein neues Konzept. Dieses beinhaltet einen 1000 bis 1500 Quadratmeter großen Einschießplatz vor der Kompostieranlage sowie einen Waldparcours auf einer Gesamtfläche von zehn Hektar. Erste Gespräche mit VIVO und Bayerischer Staatsforsten seien „sehr konstruktiv“ gewesen, berichtet Seidenfus. Dennoch gibt es noch Klärungsbedarf. Zum einen würde der Weg zum Parcours über einen Teil der ehemaligen Mülldeponie verlaufen, zum anderen müssten die Staatsforsten die geplante Nutzung zuerst auf mögliche Konflikte mit dem Wald abklopfen. 

Dazu muss der Forstbetrieb Schliersee bestehende Nutzungsverträge sichten sowie mögliche forstliche oder naturschutzfachliche Bedenken überprüfen. „Und wir müssen uns überlegen, ob das Konzept überhaupt in den Staatswald passt“, erklärt Forstbetriebsleiter Christoph Baudisch. Schließlich gilt es auch die Parkplatzfrage zu klären, laut Seidenfus wären jedoch nur ein „gutes Dutzend“ Stellplätze notwendig. Bürgermeister Zangenfeind ist zuversichtlich: „Das kriegen wir bestimmt auch noch hin.“ Wohltuende Worte für Seidenfus, der in seinen Traum vom Bogensport-Parcours bereits jede Menge Zeit und Nerven investiert hat: „Ich bin für jede Art von Rückenwind dankbar.“

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