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Es rührt sich was: Die Arbeiten am Kreisverkehr an der Einmündung der Oberen Tiefenbachstraße/Kreisstraße MB 8 in die B 307 in Agatharied schreiten voran.

Vierter Arm grundsätzlich vorstellbar

Staufalle Agatharied: Neuer Kreisel soll weitere Verbesserungen ermöglichen

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Die Bauarbeiten am neuen Kreisel in Agatharied schreiten voran. Auch eine Ampel war schon im Einsatz - mit Stau als Folge. Doch das soll die Ausnahme bleiben.

Agatharied – Von oben sind die Ausmaße des neuen Kreisverkehrs an der Oberen Tiefenbachstraße in Agatharied schon gut zu erkennen. Ein mächtiger Wall aus Erde und Sand zieht sich von der Bundesstraße 307 fast bis ans Bahngleis. Autofahrer müssen hingegen schon ihren Hals verrenken, um im Vorbeifahren einen Überblick über die Großbaustelle zu erhaschen. Außer sie sitzen gerade in der Staufalle fest.

Die hat bislang glücklicherweise nur vereinzelt zugeschnappt, teilt Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Die Baufirmen seien nach wie vor bemüht, die Baustellenampel nur „sporadisch und in Ausnahmefällen“ zu aktivieren und die Phasen einer einseitigen Sperrung der Bundesstraße auf ein Minimum zu beschränken. „Bei manchen Arbeiten mit Eingriff in den Straßenbereich ist es aber leider notwendig“, räumt der Bürgermeister ein. Die Folgen haben sich bereits gezeigt: Die ohnehin teils schon massive Stauwelle schaukelt sich noch weiter auf.

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Zangenfeind versucht aber, das Positive zu sehen. Dank des guten Wetters würden die Arbeiten Tag für Tag Fortschritte machen. Die Entscheidung von Staatlichem Bauamt und Landratsamt, die Böschung für eine mögliche Erweiterung durch eine am Kreisel vorbeiführende „Turbo-Spur“ vorzubereiten, sei richtig gewesen. „So verbauen wir uns nichts für die Zukunft“, betont der Rathauschef. Gleiches gilt für einen vierten Arm, der den Kreisverkehr mit der Fehnbachstraße verbinden und damit die Einmündung der Fehnbachstraße in die B 307 weiter nördlich als Haupt-Stauquelle entschärfen könnte.

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Auch diese Option werde – neben etlichen anderen – weiter hinter den Kulissen geprüft, erklärt Zangenfeind. Für eine endgültige Einschätzung sei es derzeit aber zu früh. Nicht zuletzt, weil die Realisierbarkeit in allen Fällen von betroffenen Grundeigentümern und Grundverkäufen abhängig sei. Dass sich an der Einmündung Fehnbachstraße bald etwas ändern muss, sei aber allen Beteiligten klar, sagt Zangenfeind. Nicht zuletzt durch den Sanierungsbedarf der Schlierachbrücke und den Unfallschwerpunkt an dieser Stelle bestehe dringend Handlungsbedarf.

Eine erneute Optimierung der Ampelschaltung an der Einmündung Fehnbachstraße hält der Bürgermeister nicht für sinnvoll. „Aus der Anlage wurde alles rausgeholt, was geht“, sagt er. Dennoch klappe es mit dem Verkehrsfluss „hinten und vorne nicht“. Dieser hänge eben nicht nur vom Computer ab, sondern auch von den Menschen im Auto. „Den Glauben an die perfekte Ampelschaltung“, sagt Zangenfeind, „habe ich längst verloren.“

sg

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