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Bei seinen Einsätzen auf den Straßen des Landkreises, hat der Winterdienst mit vielerlei Widrigkeiten zu kämpfen. 

Die Ärgernisse des Winterdienstes

Das stinkt den Schneepflugfahrern 

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Hausham - Sobald es schneit, rücken die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Hausham aus. Hauptstraßenmeister Horst Müller verrät die größten Ärgernisse, mit denen sein Team zu kämpfen hat. 

210 Straßenkilometer im Landkreis liegen im Zuständigkeitsbereich der Straßenmeisterei Hausham. Für die Räumung verantwortlich zeigen sich dort inklusive zweier Auszubildender 22 Mitarbeiter, die von 3 Uhr morgens bis 20 Uhr, beziehungsweise bei Bedarf gar bis 22 Uhr, die Straßen frei halten. Auf den Autobahnzubringern B318, St2073 und B472 sind die Räumfahrzeuge bei durchgehendem Schneefall sogar rund um die Uhr im Einsatz. 

Trotz ihres unbestrittenen Nutzens für die Allgemeinheit, erleben die Fahrer der Räumfahrzeuge im Einsatz immer wieder Situationen, die ihnen sauer aufstoßen. Hauptstraßenmeister Horst Müller (44) erzählt von den größten Ärgernissen, die ihm und seinem Team widerfahren. 

Unerlaubter Schneeeintrag 

„Privatanlieger schieben den Schnee häufig von ihren Einfahrten auf öffentliche Straßen. Das kann sehr gefährlich werden, letztes Jahr ist vermutlich deswegen sogar ein Unfall passiert. Die Leute sind sich da ihrer Verantwortung nicht bewusst.“ Nörgelnde Autofahrer „In ganz Bayern halten die Winterdienste Räumzyklen von drei Stunden ein. Wir im Landkreis schaffen es sogar, dass wir jeden Punkt im Zwei-Stunden-Rhythmus anfahren. Trotzdem beschweren sich die Leute über schlecht geräumte Straßen. Bei uns darf der Autofahrer wirklich nicht schimpfen.“ 

Riskantes Fahrverhalten 

„Trotz der schwierigen Straßenverhältnisse bei Schnee sind viele Autofahrer zu schnell unterwegs. Zum Teil wird sogar der Schneepflug überholt. Wieder andere überschätzen sich, weil sie mit einem Allrad-Fahrzeug unterwegs sind. Was viele nicht wissen: Der Bremsweg ist trotzdem der gleiche.“ 

Missachtung der Kettenpflicht 

„Am Spitzing und am Sudelfeld sind Tafeln angebracht, die auf die Schneekettenpflicht verweisen. Viele Autofahrer halten sich nicht daran und legen die Ketten erst dann an, wenn es akut wird. Also mitten in der Steigung. Das ist zum einen sehr gefährlich, zum anderen hält es die Räumfahrzeuge von ihrer Arbeit ab, wenn sie deshalb im Stau stehen. Wir salzen zwar, je öfter wir räumen, desto kürzer ist aber auch die Wirkzeit des Salzes. So hat das Salz manchmal gar keine Wirkung mehr auf den Schnee.“

Schimpfende Hauseigentümer

„Die Besitzer von Einfahrten an Staats- und Bundesstraßen verfluchen die Schneeräumer immer wieder. Wir versuchen zwar die Leute nicht zu belasten, wenn wir eine Straße räumen, schieben wir den Schnee aber zwangsläufig von der Straße und damit auch vor Einfahrten. Unsere Fahrer werden deswegen immer wieder beschimpft, wir können den Schnee aber leider nicht mitnehmen.“ 

Ungerechtfertigte Kritik

„Unsere Mitarbeiter versuchen nicht nur den jeweiligen Fahrstreifen frei zu machen, sondern auch den Schnee in der Mitte der Straße zu beseitigen. Dazu müssen sie weiter links fahren, vor allem wenn sie im Verbund unterwegs sind. Dabei kommt es oft zu engeren Situationen, in denen sich Autofahrer dann völlig zu Unrecht bedrängt fühlen.“

hb

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