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Max Stoibs Edelstoff überzeugt die Jury

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Von: Sebastian Grauvogl

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Besonderer Moment: Stefan Spiegl, Präsident des bayerischen Imkerbundes (r.) überreicht Max Stoib im Beisein der bayerischen Honigkönigin Victoria Seeburger die Medaillen und Urkunden für seine beiden Honige.
Besonderer Moment: Stefan Spiegl, Präsident des bayerischen Imkerbundes (r.) überreicht Max Stoib im Beisein der bayerischen Honigkönigin Victoria Seeburger die Medaillen und Urkunden für seine beiden Honige. © privat

Der Haushamer Imker Max Stoib hat bei einem Wettbewerb des Imkerbunds mit seinem Honig brilliert.

Hausham – Eine nicht ganz exakt platzierte Wabe war der Grund, warum es für Max Stoibs cremig gerührten Blütenhonig „nur“ für eine Goldmedaille gereicht hat. Gemeint ist nicht etwa ein Teil des Bienenstocks, sondern vielmehr das sechseckige Etikett auf dem Deckel des Glases, erklärt der Imker aus Hausham. Das habe er wohl nicht hundertprozentig genau in die dafür vorgesehene Vertiefung geklebt, erklärt sich der 65-Jährige den Punktabzug bei der Prämierung des bayerischen Imkerbunds in Triesdorf. Nachvollziehen kann er ihn durchaus. So was könne den Genuss schon stören, schließlich habe man das Honigglas ja jeden Morgen vor Augen, meint Stoib schmunzelnd. Trotzdem ist ihm dieser kleine Makel deutlich lieber, als wenn die Prüfer etwas am Inhalt auszusetzen gehabt hätten.

Exot: Gebirgshonig wird auf 1100 Meter gewonnen

Nach einer mehrjährigen Pause hat Stoib, der insgesamt 60 Bienenvölker in Wall, Agatharied und Hausham betreut, heuer mal wieder zwei Gläser zur Bewertung eingeschickt. Neben dem Blütenhonig cremig gerührt auch eine etwas außergewöhnlichere Kreation: den Gebirgshonig. Letzterer sei eigentlich nur ein Nebenprodukt der Königinnenbegattungsstation an der Monialm, erklärt Stoib. Der dunkle und sehr würzige Fichtenhonig verströme beim Aufschrauben des Glases sogar ein fast schon rauchiges Aroma. Anders als ein Institut, das eine von Stoibs Kollegen eingeschickte Probe allenfalls als Backhonig werten wollte, konnten die Prüfer des Imkerbunds dem auf 1100 Meter Höhe geernteten Produkt durchaus etwas abgewinnen. Sie zeichneten ihn mit der Silbermedaille aus. Fast hätte es sogar zu Gold gereicht, berichtet Stoib. Doch kleine Luftbläschen, die vermutlich beim Postversand des Glases entstanden sind, sorgten hier für Punktabzug.

Goldmedaille: Cremiger Blütenhonig stammt aus Wall

Beim Blütenhonig hingegen leistete sich der 65-Jährige keine inhaltlichen Patzer. Sogar das Abfüllen war ihm perfekt gelungen, ohne den Rand des Glases zu beschmieren. Anders als beim flüssigen Honig werde das cremige Pendant nach ein paar Tagen fest wie Nutella. „Dann muss er perfekt im Glas stehen“, weiß Stoib. Lässt man das leicht „schepse“ Etikett also außen vor, war der in Wall erzeugte cremige Blütenhonig nicht nur Gold, sondern sogar Gold 1A.

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