Neue Betrugsmasche in Limburg
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In Hausham wurde ein 81-Jähriger Opfer einer Betrugsmasche. (Symbolfoto)

Bezahlkarten gekauft

Trickbetrüger knöpft Haushamer knapp 1500 Euro ab - Polizei warnt vor Microsoft-Masche

  • Jonas Napiletzki
    VonJonas Napiletzki
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Fast 1500 Euro erbeutete ein Trickbetrüger von einem 81-jährigen Haushamer per Telefon. Der Täter, der sich Hendrik Miller nannte, forderte sein Opfer zum Kauf von Bezahlkarten auf.

Hausham - Ein 81-jähriger Haushamer wurde über sechs Tage hinweg immer wieder Opfer von Anrufen eines falschen Microsoft-Mitarbeiters. Dem Geschädigten sei vom Täter erklärt worden, dass sein PC gehackt wurde, teilt die Polizeiinsepktion Miesbach mit.

Der Anrufer meldete sich erstmals vergangenen Freitag bei seinem Opfer. Bis zum gestrigen Mittwoch, 1. September, wurde der Haushamer mehrmals aufgefordert, bei Supermärkten und Tankstellen Bezahlkarten zu kaufen - „was der Haushamer auch machte“, schreiben die Polizeibeamten in einer Mitteilung.

Supermärkte fragten nach dem Kaufgrund - Tankstelle verweigerte die Abgabe der Bezahlkarten

„Obwohl der 81-Jährige in den Supermärkten gefragt wurde, warum er so viel Karten benötigt, kaufte er 29 Bezahlkarten für je 50 Euro.“ Dann rubbelte er die Codes frei und übergab sie an den Täter. In einer Tankstelle sei dem Haushamer sogar der Kauf der vielen Bezahlkarten verweigert worden - was den 81-Jährigen jedoch nicht zu irritieren schien.

Der Täter nannte sich laut Polizei Henrik Miller, sprach in deutscher Sprache mit englischen Akzent und rief immer mit verschiedenen ausländischen Telefonnummern an.

Der Groschen fiel erst gestern: Erneut kaufte der Haushamer Bezahlkarten - diesmal 16 Stück für je 25 Euro in einem Supermarkt. „Er übergab die Codes jedoch nicht an den Täter“, schreibt die Polizei.

Täter gab an, Geld zurückzuzahlen - Kein Geldeingang bei der Hausbank

Der Täter erklärte, dass die Geldbeträge der Bezahlkarten zurück bezahlt werden und der 81-Jährige dabei auf seinem Konto zusehen könne. „Per Teamviewer ließ der Haushamer den Täter in seinen Rechner und eine TAN wurde im Onlinekonto generiert“, teilen die Beamten mit. Aber: Nach Rücksprache mit der Hausbank sei die Buchung heute Vormittag nicht zustande gekommen.

„Es wird nochmals und wieder darauf hingewiesen, dass bei derartigen Anrufen aufgelegt werden soll“, appelliert die Polizei.

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