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Kommt weg: Diesen Wohnblock an der Alpenstraße will die WBG durch einen Neubau ersetzen.

Gartenhäuschen und Schuppen als Ersatz

WBG-Neubau an Alpenstraße: Keller würden die Mieten verteuern

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Die WBG kann weiterplanen. Der Haushamer Bauausschuss hat den Abriss und Neubau der Mehrparteienhäuser an der Alpenstraße befürwortet. Wenn auch mit einigen Auflagen.

Hausham – Wer einmal einen Keller hatte, möchte ihn nicht mehr missen. Die Mieter des dreistöckigen Neubaus, den die Wohnen, Bauen, Grund (WBG) an der Alpenstraße in Hausham errichten will, müssen darauf aber verzichten. Weil die gesamte Fläche im Untergeschoss für eine Tiefgarage draufgeht, plane die WBG stattdessen mit Gartenhäuschen und Schuppen vor und hinter dem Haus, erklärte Haushams Bauamtsleiterin Petra Sperl nun im Bauausschuss. Im Grundriss der Wohnungen seien keine Abstellflächen eingezeichnet. Nicht der einzige Punkt, der im Gremium vor der Entscheidung über den Bauantrag bemängelt wurde.

Wie berichtet, sind die Mehrfamilienhäuser an der Alpenstraße 14, 16 und 18 stark veraltet. Weil eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich wäre, hat sich die WBG als Eigentümer für einen Abriss und Neubau entschieden. Durch den Verzicht auf das Hochparterre sollen bei selber Wandhöhe von rund acht Metern künftig drei Vollgeschosse untergebracht werden. 13 der insgesamt 17 Wohnungen samt barrierefreier Bäder sind mit 50 Quadratmetern so bemessen, dass sich auch einkommensschwächere Bürger wie Rentner oder Alleinerziehende die Miete leisten können.

Planungsrechtlich sei an dem Vorhaben nichts auszusetzen, sagte Sperl. Weil die Balkone nicht vollständig überdacht seien und der mittlere Hausblock ein Pultdach bekommen soll, seien hier aber Abweichungen von der Gestaltungssatzung erforderlich. Die laut Schlüssel nötigen 27,5 Stellplätze könnten in der Tiefgarage nachgewiesen werden. Weil diese sogar Platz für 31 Autos vorsieht und zudem laut WBG nicht jeder Mieter über mehr als ein Fahrzeug verfüge, könne man die bis zu sechs vakanten Stellplätze den Häusern an der Tegernseer Straße zur Verfügung stellen. Hier würde sich die Zahl der Wohnungen durch die geplante Aufstockung samt energetischer Sanierung von acht auf zwölf erhöhen (wir berichteten), wodurch künftig auch 11,5  Parkplätze (7,5 mehr als bisher) erforderlich seien.

Michael Ertl (SPD) überzeugte das nicht. „Wo sollen denn die Besucher der Häuser parken?“, fragte er. Auch die fehlenden Kellerräume bemängelte Ertl. „Wollen wir das wirklich alles mit Gartenhäuschen zupflastern lassen?“ Bauamtsleiterin Sperl schlug vor, die Tiefgarage nach Osten zu erweitern und so auch Lagerräume zu schaffen.

WBG-Geschäftsführer Bernhard Sauter winkte ab. Bei Baukosten von mittlerweile rund 3000 Euro pro Quadratmeter sei die Luft für weitere Ausgaben raus. Zumal die Wohnungen ja bezahlbar bleiben sollen. „Jeder Stellplatz mehr wird für die Mieter richtig teuer“, sagte Sauter. „Und zaubern kann ich leider nicht.“ Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) bat Sauter darum, zumindest überdachte und absperrbare Fahrradständer anzuschaffen. „Gerade ältere Leute haben heute oft teure E-Bikes“, sagte Zangenfeind.

Mit den von Sauter als „belebt“ beschriebenen Dachformen konnte sich der Bürgermeister durchaus anfreunden – Ertl und Georg Eham (CSU) jedoch weniger. „Wir fangen da was an, was nicht sein muss“, meinte Eham. Ihm wäre ein die Balkone überdeckendes Satteldach lieber. Das sei keine große Kunst, sagte Sauter. „Wenn ich es genehmigt kriege, ziehe ich die Dächer gerne raus.“

Der Bauausschuss legte Sauter daraufhin keine Steine in den Weg. Einstimmig erteilten die Mitglieder das Einvernehmen für den Neubau an der Alpen- und die Aufstockung an der Tegernseer Straße. Der Bürgermeister bat den WBG-Chef noch, die Mieter fortlaufend über die Planungen zu informieren. Auch wenn gesichert sei, dass niemand auf der Straße stehen müsse, seien immer noch Sorgen vorhanden. Sauter versprach, diesem Wunsch nachzukommen. „Auch wenn ich zurzeit eher sagen kann, was ich nicht weiß.“

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