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Kommt auf den Prüfstand: Der Haushamer Wertstoffhof neben dem Bahngleis muss möglicherweise einem neuen Ärztehaus Platz machen. Die Entscheidung trifft der Gemeinderat in seiner April-Sitzung. 

Noch ist nichts entschieden

Wegen Ärztehaus: Muss der Haushamer Wertstoffhof umziehen?

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Der Haushamer Wertstoffhof kommt auf den Prüfstand. Weil die Raiffeisenbank mehr Platz für ihr Ärztehaus am Bahnhof braucht, muss der Gemeinderat über einen Umzug entscheiden.

Hausham – Ein Wertstoffhof mitten im Ort: Diesen „Luxus“ gönnt sich nicht jede Gemeinde, denn der Platz im Zentrum ist begehrt. In Hausham sieht die Sache ein bisschen anders aus. Hier liegt der Recyclinghof tatsächlich quasi in der geografischen Mitte, neben Bahnhof und Park-und-Ride-Parkplatz. Bis auf ein paar Beschwerden von Anwohnern sei das bislang kein großes Problem gewesen, sagt Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG). Jetzt allerdings komme der Wertstoffhof auf den Prüfstand. Ausgangspunkt sei eine Anfrage der Raiffeisenbank im Oberland gewesen, die für ihr neues Ärztezentrum am Bahnhofsplatz noch mehr Platz benötigt.

Wie berichtet, sollen die Arbeiten noch im ersten Halbjahr 2018 beginnen. Geplant ist die Aufstockung des Hauses an der Bahnhofstraße 4 auf drei Vollgeschosse und ein zweistöckiger Zwischenbau als Verbindung zum Nachbargebäude Bahnhofstraße 2. Bis spätestens Jahresende 2019 sollen die Praxen bezugsfertig sein. Doch die Nachfrage ist so hoch, dass die Raiffeisenbank nun noch mit einem Zuschlag liebäugelt, berichtet Zangenfeind. „Sonst müssten sie vielen Ärzten absagen.“ Also habe das Unternehmen zusätzlich einen Neubau auf dem rund 800 Quadratmeter großen Gelände des jetzigen Wertstoffhofs beantragt.

Auch die geplante Tiefgarage soll nochmals wachsen. Mit 80 bis 90 Plätzen sei die vorgeschriebene Anzahl mehr als erfüllt, so der Bürgermeister. Deshalb könne man darüber nachdenken, ob sich die Gemeinde nicht einige Stellplätze sichere und diese dann entweder öffentlich zugänglich mache oder an Privatleute vermiete. In jedem Fall frei bleiben soll hingegen der Park-und-Ride-Platz. Der Gemeinderat wird bei seiner Sitzung am 16. April über die geänderten Pläne abstimmen, kündigt Zangenfeind an.

Sollte das Vorhaben der Raiffeisenbank eine Mehrheit finden, müsste sich die Gemeinde allerdings auch schnell über einen neuen Standort für den Wertstoffhof Gedanken machen. Die Chancen, einen ähnlich zentral gelegenen Platz zu finden, sind jedenfalls gering. Allerdings stelle sich auch die Frage, ob der Recyclinghof mitten im Ortskern überhaupt noch eine Zukunft hat. „Optisch schön wäre das sicher nicht“, räumt der Bürgermeister ein.

Beim Kommunalunternehmen Vivo, das das Grundstück des Wertstoffhofs von der Gemeinde gemietet hat, will man sich derzeit noch nicht zu den Folgen eines möglichen Umzugs äußern. Und auch Zangenfeind betont: „Noch ist das alles nur eine Überlegung.“

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