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Etwas versteckt liegen die Sixtus-Werke in Hausham. Einem großflächigen Werbeschild hat der Bauausschuss nun aber trotzdem eine Absage erteilt.

Bauausschuss Hausham kennt keine Gnade

Wegen Gestaltungssatzung: Sixtus-Werbung muss weg

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Lange wurde es von der Gemeinde geduldet, jetzt muss es weg: Das großformatige Werbeschild der Firma Sixtus an der Industriestraße in Hausham soll abgebaut werden. Das hat der Bauausschuss beschlossen.

Hausham – Etwas versteckt liegt der Laden der Firma Sixtus an der Industriestraße in Hausham. Um mehr Kunden auf das Werksgelände zu ziehen, macht das Unternehmen seit längerer Zeit mit einem großformatigen Schild an der Umgehungsstraße auf sich aufmerksam. „Wir haben das in der Bekanntmachungsphase des Shops geduldet“, erklärte Bürgermeister Jens Zangenfeind im Bauausschuss. „Nun muss es aber auch wieder gut sein.“

Weil das Plakat nicht mit der örtlichen Gestaltungssatzung vereinbar sei, habe die Gemeinde Sixtus-Geschäftsführerin Petra Reindl kontaktiert. Diese habe als Alternative eine Pylone in Art und Größe des wenige Meter entfernt angebrachten Werbeschilds der Supermarktkette Rewe vorgeschlagen.

Die eineinhalb Meter breite und dreieinhalb Meter hohe Tafel ist laut Bauamtsleiterin Petra Sperl unter anderem deshalb zulässig, weil sie sich in unmittelbarer Nähe zum entsprechenden Betrieb befinde. Diese Voraussetzung sei im Fall von Sixtus zwar nicht erfüllt, wegen der Lage in einem Gewerbegebiet sei aber eine Ausnahme möglich. „Unsere Gestaltungssatzung unterscheidet leider nicht zwischen einem Wohn- und einem Gewerbegebiet“, erklärte Zangenfeind. Die Gemeinde werde diese aber zeitnah überarbeiten.

Johann Bramböck (FWG) konnte sich trotzdem nicht recht mit der vorgeschlagenen Pylone anfreunden. „Da gefällt es mir jetzt besser“, sagte er. Außerdem ziehe Sixtus doch ohnehin bald um. „Für die paar Wochen geht es auch so noch“, sagte Bramböck. Zangenfeind schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Das dauert schon noch ein bisschen länger.“ Michael Ertl (SPD) erinnerte dagegen an einen früheren Gemeinderatsbeschluss, in dem man einen Antrag auf eine Litfaßsäule just an dieser Stelle abgelehnt habe – unter anderem aus Sichtgründen.

Zangenfeind schlug daher vor, Sixtus solle sich zuerst über eine konkrete Gestaltung des Schilds Gedanken machen – mit der Vorgabe, dass dieses „deutlich kleiner“ als die Rewe-Pylone ausfallen soll. Grundsätzlich könne er es aber gut nach vollziehen, dass die Firma auf sich aufmerksam machen möchte. „Das neue Schild“, sagte Zangenfeind schmunzelnd, „können sie ja dann an ihren neuen Sitz mitnehmen.“

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