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Wird bald kameraüberwacht: Die Zentrale Sportanlage in Hausham wurde zuletzt immer wieder von unbekannten Vandalen missbraucht. Deshalb hat der Gemeinderat nun eine Videoaufzeichnung beschlossen.

Gemeinderat Hausham zieht die Notbremse

Wegen Vandalismus: Sportanlage wird videoüberwacht

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Der Vandalismus an der Zentralen Sportanlage in Hausham nimmt immer beunruhigendere Ausmaße an. Jetzt hat der Gemeinderat die Notbremse gezogen und eine Videoüberwachung beschlossen.

Hausham – Die Zentrale Sportanlage in Hausham hat sich über die Jahre zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Doch sie zieht nicht nur Sportler und Spaziergänger, sondern auch vermehrt Vandalen an. Statt sich mit Fußball oder Joggen auszutoben, lassen diese ihrer Zerstörungswut freien Lauf. Sie demolieren Zäune, sprühen Graffiti, verschmutzen den Rasen und knattern auch mal mit Mofas über die Tartanbahn. In letzter Zeit macht sich sogar ein noch gefährlicherer Trend breit, wie Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) nun im Gemeinderat berichtete. „Wir entdecken immer wieder Brandflecken an Tischen und Bänken im Bereich des Sportstüberls“, sagte er. Er gehe zwar nicht davon aus, dass es sich dabei um versuchte Brandstiftung handle, besorgniserregend sei die Entwicklung aber allemal.

Alle bekanntgewordenen Fälle von Vandalismus an der Zentralen Sportanlage habe man zur Anzeige gebracht, erklärte Zangenfeind Auch die Polizei und eine von der Gemeinde beauftragte Sicherheitsfirma schaue hin und wieder nach dem Rechten – bislang ohne großen Erfolg. Deshalb schlug der Bürgermeister nun vor, eine Videoüberwachung im Bereich des Sportstüberls zu installieren. Dies sei die einzige Möglichkeit, das Hausrecht durchzusetzen, ohne die Anlage komplett absperren zu müssen. „Wir wollen keinen Hochsicherheitstrakt, denn damit bestrafen wir auch alle anderen“, erklärte Zangenfeind. „Aber wir müssen das Ruder herumreißen, bevor etwas schlimmeres passiert.“

Die Fragen zum Datenschutz habe man bereits mit Polizei und Landratsamt besprochen. Beide Stellen würden die Videoüberwachung begrüßen, betonte der Bürgermeister. Damit nicht auch die Kamera beschädigt wird, wolle man sie in einer entsprechenden Höhe anbringen lassen. Das Bildmaterial landet auf einer geschützten Festplatte, auf die nur die Gemeinde Zugriff hat und die in regelmäßigen Abständen wieder gelöscht wird. Dank der hochauflösenden Aufnahmen könne man die Vandalen künftig aber in jedem Fall identifizieren.

Im Gremium kam der Vorschlag gut an. Hubert Lacrouts (CSU) regte an, die Videoüberwachung auch auf die Unterführungen im Gemeindegebiet auszuweiten. „Die werden auch immer wieder besprüht“, sagte er. Thomas Danzer (SPD) ging das etwas zu weit. „An der Sportanlage ist es sinnvoll, aber sonst fühle ich mich eigentlich noch ziemlich sicher in Hausham“, meinte er. Der Videoüberwachung generell wenig abgewinnen konnte Adi Eckmair (CSU). Er plädierte dafür, die Anlage bei Dunkelheit komplett abzusperren. „Das sage ich seit Jahren, und da bleibe ich auch dabei.“ Auch für die Gemeindekasse wäre dies die beste Lösung.

Zangenfeind sah das anders. So müsse die Gemeinde in diesem Fall nicht nur den Zaun aufrüsten, sondern auch jemanden mit der Schließung beauftragen. „Die Öffnung für alle hat sich bewährt“, sagte der Rathaus-Chef. „Die meisten Leute sind vernünftig.“ Einstimmig befürworteten die Gemeinderäte letztlich die Installation einer Videoüberwachung an der Zentralen Sportanlage. Zangenfeind zeigte sich optimistisch, dem Vandalismus damit nachhaltig Einhalt zu gebieten. „Ich bin guter Dinge, dass wir die Probleme so in den Griff bekommen.“

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