Wohltätigkeitsessen in Hausham spielt 14.000 Euro ein - und ist unterhaltsam noch dazu
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Unterhaltsam und lukrativ für karitative Zwecke: Das Wohltätigkeitsessen in Hausham. Weitere Bilder im Anschluss zum Durchklicken.
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Gäste am Buffet.
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„Die drei Tenöre“ des Ballettstudios Tegernseer Tal.
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Versteigerung mit Krankenhaus-Geschäftsführer Michael Kelbel (l.) und Bürgermeister Jens Zangenfeind.
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Versteigerung mit Chefarzt Dr. Peter Wellner  (l.) und Bürgermeister Jens Zangenfeind.
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Versteigerung mit Anton Stetter (Destillerie Lantenhammer, r.) und Bürgermeister Jens Zangenfeind.
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Die „Premiumgarde“ der Crachia Hausham.
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Die Tanz- und Showgarde der Crachia Hausham.

Der Hauptpreis musste draußen bleiben

Wohltätigkeitsessen in Hausham spielt 14.000 Euro ein - und ist unterhaltsam noch dazu

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14.000 Euro – so viel hat in diesem Jahr das Wohltätigkeitsessen der Gemeinde Hausham eingebracht. Begünstigte sind die Aktion „Leser helfen Lesern“ und der Freundeskreis des Krankenhauses.

Hausham– Der Hauptpreis musste draußen bleiben. „Einer der Losgewinne unserer Tombola ist heute der 40 000 Kubikmeter große Haushamer Gletscher“, scherzte Bürgermeister Jens Zangenfeind zum Auftakt des Wohltätigkeitsessens im Alpengasthof Glück Auf. „Schon jetzt herzlichen Glückwunsch an den Gewinner – wir liefern frei Haus.“ Es waren Sprüche wie dieser, die die Veranstaltung wieder zu einem unterhaltsamen Ereignis machten – auch wenn der gewaltige Schneeberg am Volksfestplatz dann doch nicht unter den Hammer kam. Man wird ihn noch brauchen. „Heuer haben wir wahrscheinlich das erste Volksfest mit Schneebar“, mutmaßte Gewerbevereinsvorsitzender Christian Baur später bei der Versteigerung.

Die Auktion besonders wertvoller Sachspenden für die Tombola war wieder einer der Höhepunkte des Abends, wenngleich im Mittelpunkt freilich das Essen stand. Unter der Regie seines stellvertretenden Leiters Christian Antretter hatte der Bauhof der Gemeinde heuer schmucke Holzstandl angefertigt, an denen die Vor-, Haupt- und Nachspeisen kredenzt wurden. Alpengasthof-Wirt Hans Seidl und andere Gastronomen und Lieferanten aus Hausham und den umliegenden Gemeinden hatten die Speisen sowie Brot und Getränke gespendet. Um die Wartezeit bis zur Eröffnung des Vorspeisenbuffets zu verkürzen, spielte nicht nur das Trio Lobinger/Gawer/Zwickl. Auf den Tischen standen heuer erstmals Brettl mit Wurst, Brot und Oliven. „Wir wollen jedes Jahr ein bisserl was Neues bieten“, sagte Zangenfeind am Rande.

Der Bürgermeister selbst konnte sich an diesem Abend nicht zurücklehnen und das kulinarische Angebot genießen. Er hatte gut damit zu tun, auf der Bühne wieder seine Fähigkeiten als amüsanter Unterhalter unter Beweis zu stellen und die Übergänge zwischen den Showeinlagen zu moderieren. Neben den Garden der Crachia Hausham waren wieder das Ballettstudio Tegernseer Tal sowie Rudi Hofer mit von der Partie, der über den „Sinn des Lebens“ philosophierte.

Über 200 000 Euro kamen seit 1997 bei den Haushamer Wohltätigkeitsessen für den guten Zweck zusammen, und auch heuer trug die Versteigerung besonders wertvoller Sachpreise zu einem guten Teil zum Erlös von letztlich 13 181 Euro bei. Die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee stockte später auf 14 000 Euro auf. Am meisten wurde für eine Rum-Sonderedition der Destillerie Lantenhammer gezahlt. 800 Euro ließ sich Landrat Wolfgang Rzehak das Unikat kosten. „Den Rum brauchst Du im nächsten Jahr so oder so – entweder zum Feiern oder zum Trösten“, spielte Mitversteigerer Anton Stetter auf die Kommunalwahl 2020 an.

Als Bank bei der Versteigerung erwies sich auch wieder Speck-Alm-Wirt Sepp Ettenhuber. Er sicherte sich für 500 Euro einen maßgeschneiderten Bogner-Rennanzug von Skirennläuferin Viktoria Rebensburg und bot 100 Euro für ein Trikot von Rodel-Ass Natalie Geisenberger. 550 Euro ließ sich Professor Hans Martin Schardey von der Ärztlichen Direktion des Krankenhauses eine politische Bildungsreise nach Berlin kosten. Der Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan (CSU) hatte den Reisegutschein zur Verfügung gestellt. Dass er als Grüner ihn versteigern dürfe, sei gar nicht so schlecht, sagte Landrat Rzehak. „Dann muss ich nicht mitbieten.“ Co-Moderator Zangenfeind trocken: „So eine politische Bildungsreise tut vielleicht ganz gut.“

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