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Geschafft, aber glücklich: Junge und ältere Mitglieder des Bergbunds Hausham halfen mit, ein neues Gipfelkreuz auf den Bayerischen Schinder zu bringen. Die Aktion fand anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Sektion statt.

Bergbund Hausham feiert Jubiläum

Zum 70.: Ein neues Gipfelkreuz für den Bayerischen Schinder

Bis auf 1808 Meter haben 40 helfer der Alpenvereins-Sektion Bergbund Hausham das schwere Holzkreuz geschleppt. Drei Stunden lang. Die Aktion hat ihren Grund.

Hausham/Rottach-Egern – Was anders als eine Schinderei soll es sein, ein neues Kreuz auf einem Berg aufzustellen, der Bayerischer Schinder genannt wird? Folgerichtig hatten die rund 40 Helfer der Alpenvereins-Sektion Bergbund Hausham gut zu tun, die Balken auf den 1808 Meter hohen Berg an der Grenze zu Österreich zu schleppen. Fast drei Stunden dauerte der Aufstieg. Los ging es in der Nähe der Schlagalm. Hier segnete inmitten herrlicher Landschaft Diakon Andreas Marx das Kreuz. Etwa 50 Personen wohnten dem Gottesdienst bei.

Anschließend wurden die Teile des Kreuzes zum Transport vorbereitet, das zum Aufstellen notwendige Werkzeug samt Brotzeit in Rucksäcke verpackt, und der Tross aus Jung und Alt setzte sich in Marsch. Erst durch flaches Waldgelände, dann durchs steile, unwegsame Kar, schließlich über den seilgesicherten Steig hinauf in die Scharte und weiter zum Gipfel des Schinders. Die Sonne brannte mittlerweile vom Himmel, und so wurde die Aktion zum 70-jährigen Bestehen der DAV-Sektion teilweise tatsächlich zur Schinderei. „Doch alle waren mit Enthusiasmus dabei. Jeder wollte tragen helfen, gleichsam ,seinen Kreuzweg‘ gehen“, berichtet Reinhard Grötzner, Vorsitzender der Sektion. Bald war das Kreuz aus den Einzelteilen zusammengebaut und aufgestellt. Diakon Marx sprach noch Segensworte. Als „Großer Gott wir loben dich“ auf der Trompete bis über die benachbarten Gipfel hallte, war dies für alle ein sichtlich bewegender Moment, berichtet Grötzner.

Obwohl beim Abstieg dunkle Gewitterwolken aufzogen und es gehörig donnerte, ging’s trockenen Fußes ins Tal. Grötzner: „Die Brotzeit bei der Schlagalm hatten sich alle redlich verdient.“  

mm

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