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Karl Schwitzer aus Neuhaus ergatterte als einer der Ersten den begehrten Slyrs. 

Zwölfjähriger Slyrs

Das Rennen um den Whisky

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Hausham - Zum zweiten Mal wurde der zwölfjährige Tropfen verkauft und zum zweiten Mal war die Schlange lang. Der besondere Slyrs kostet 200 Euro und ist bei Kennern heiß begehrt.

Ein Mann aus Bremen steht bei Anton Stetter in der Lantenhammer Destillerie in Hausham, um sich für seinen soeben erworbenen 200-Euro-Whisky ein Autogramm des Geschäftsführers von Slyrs zu holen. Eine Unterschrift von Destillateur Hans Kemenater hat er bereits ergattert. Der Bremer ist aber nicht der Erste. Rund 1120 Menschen waren schon vor ihm zur Stelle, um sich einen der begehrten Zwölfjährigen zu leisten.

Unter den ersten Käufern war einer, der nicht so weit angereist war. Karl Schwitzer aus Neuhaus legte schon ganz zu Beginn der Verkaufsaktion 199,90 Euro auf den Tisch. „Wir haben dieses Jahr schon kurz nach 9 Uhr angefangen“, erzählt Stetter. Es ist die zweite Abfüllung des zwölfjährigen Whiskys, der Andrang ist in etwa mit dem vom Vorjahr zu vergleichen. Die Käufer stehen an, bekommen ein Band und dürfen dann an einen der beiden Verlaufstische herantreten.

Whisky-Kenner, Spekulanten, Fanatiker

Einheimische wie Schwitzer sind in der Unterzahl. „Die kommen aus ganz Deutschland“, sagt Stetter. Am Samstagabend seien bereits die ersten Wohnmobile angerückt. Etwa 75 Prozent der Käufer sind Männer – echte Whisky-Kenner, Spekulanten, Fanatiker. Stetter kennt das Klientel. Schließlich ist er selbst auch Fan des zwölfjährigen Slyrs. Die Flasche der ersten Abfüllung steht ungeöffnet bei ihm zu Hause. „Ich sammle jetzt auch, da kriegst du dann zum Teil über 1000 Euro dafür.“

Für alle, die das genauso machen, gibt es vor der Destillerie eine Verkostung. „Die meisten machen die Flaschen ja gar nicht auf“, weiß der Geschäftsführer. Etwa 50 Mann hat Stetter im Einsatz, um den Andrang auf den besonderen Tropfen meistern zu können. Ein Problem mit der Gewerkschaft – im Gegensatz zu offenen Geschäften in Schliersee – habe es nicht gegeben.

Gegen 12 Uhr sind die knapp 1400 Flaschen weg. Mehr Charakter und ein größeres Volumen soll er haben, der Zwölfjährige. Stetter sagt: „Das ist die Championsleague der Whiskys.“

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