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Kommt dahin bald ein Kinderhaus? Das Kloster-Areal.

Zu wenig Hortplätze in Miesbach

Kloster Miesbach: Kinderhaus statt Museum?

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Miesbach - Miesbach fehlen bis 2018 laut einer Studie allein 30 Hortplätze. Daher soll ein Kinderhaus her, fordern die Experten. Am besten im Miesbacher Kloster-Areal.

Erfahrungsgemäß würden 20 Prozent der Schulkinder den Hort annehmen. Nach dieser Rechnung werden bis 2018 30 Hortplätze fehlen, prognostizieren die Experten Robert Hobelsberger und Stephan Mahlert von der Beratungsfirma Muc-Consulting. Um den Weg von Schule zum Hort möglichst kurz, sicher und zentral zu gestalten, sprach sich Mahlert zudem für ein möglichst nahegelegenes Kinderhaus aus. 

Krippe, Kindergarten und Hort unter einem Dach würden auch mehr Flexibilität beim Personal bedeuten. Zudem könnten Multifunktionsbauten bei sinkenden Kinderzahlen verstärkt in der Seniorenbetreuung genutzt werden. Als Standort käme dafür das neben der Grund- und Mittelschule gelegene Klostergelände infrage. 

Während Markus Seemüller (FW) in diese Überlegungen die alte Klosterschule miteinbeziehen wollte, widersprach Bürgermeisterin Pongratz: „Unser Grundsatzbeschluss sieht dort das Museum vor.“ Eine andere Nutzung sei erst ein Thema, wenn die Machbarkeitsstudie zum Museum negativ ausfalle. Stattdessen befürwortete es die Rathaus-Chefin, dort anstelle der alten Hütten und Schuppen einen Neubau zu errichten. 

Experten wollen auch Gebühren erhöhen

Eine weitere Anregung der Experten dürfte Eltern nicht gefallen: die Erhöhung der Gebühren. Laut Hobelsberger sind die Tarife der Stadt im Vergleich mit der Region zu niedrig. Während ein Platz in Miesbach pro Jahr 670 Euro kostet, zahle man beispielsweise in Planegg (Kreis München) 1200 Euro. München sei noch teurer. Hauptargument ist die finanzielle Belastung der Stadt. Denn von den Kosten einer Fachstelle trage der Staat nur 25 Prozent, der Anteil der Eltern liege bei rund 20 Prozent. 

Den Rest übernehmen die Kommunen – und das ist ein ziemlicher Brocken, gerade mit Blick auf die angespannte Haushaltslage der Kreisstadt. Deshalb riet Hobelsberger, die Gebühren moderat anzuheben. Vom Ansinnen des Zweiten Bürgermeisters Paul Fertl (SPD), sozialschwachen Familien einkommenssteuerbasierte Ermäßigungen zu gewähren, riet Mahlert ab: „In der Praxis ist das unheimlich viel Aufwand. Ungerechtigkeiten wird man auch damit nicht vermeiden können.“ 

So würden Steuerbescheide nicht die Ist-Situation widerspiegeln, und Selbstständige könnten mehr Belastungen geltend machen, ergänzte Hobelsberger. Zumal die Gebühren auch weiterhin niedrig sein werden. Wie die Stadt auf die Ergebnisse der Studie reagieren will, soll eine Sondersitzung zeigen. Dann stehen auch die Gebühren für die Betreuungseinrichtungen auf dem Prüfstand.

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