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Bis der Rettungsdienst kam, versorgte Laura (13) ihre Freundin nach einem Autounfall.

Interview mit Ersthelferin (13)

„Das ist doch selbstverständlich“

Hausham - Laura Dubb (13) agiert als Ersthelferin bei einem Autounfall. Wir haben sie gefragt, wie der Vorfall aus ihrer Sicht abgelaufen ist und wie sie sich dabei gefühlt hat.

Für das junge Mädchen ist das keine große Sache: Die 13-jährige Laura Dubb leistete Erste Hilfe, als eine Freundin nach der Schule 

von einem Auto erfasst

 worden war. 

Die Haushamerin besucht die Miesbacher Realschule und ist seit gut einem Jahr beim Bayerischen Roten Kreuz in Schliersee Mitglied. Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt sie von dem Vorfall.

Laura, was war Dein erster Gedanke, als Du Deine Freundin gesehen hast? 


Laura: Ich habe erst nur gesehen, dass Autos und Schüler stehen geblieben sind. Einige haben ihre Handys aus der Tasche geholt und fotografiert. Ich habe mich gefragt, was da passiert ist. Als ich meine Freundin dann gesehen habe, wollte ich wissen, ob ihr etwas fehlt. Ich dachte mir, bevor ich rumstehe wie alle anderen, tue ich eben etwas. Wozu habe ich denn seit Februar meinen Ersthelfer? 

Was hast Du getan? Konntest Du Deiner Freundin helfen? 

Ich habe gesagt, die anderen Schüler sollen erst einmal mindestens drei Meter Abstand halten. Dann habe ich geschaut, ob sie ihren Arm bewegen kann, weil den hat sie immer gehalten. Ihre Finger konnte sie aber nicht bewegen. Ich habe dann etwas drunter gelegt, damit sie den Arm nicht immer halten muss. 

Meine Bio-Lehrerin und die Autofahrerin haben dann den Notruf gemacht. Meine Freundin war ansprechbar. Ich habe versucht, sie zu beruhigen und ihr gesagt, dass ein Bruch nichts Schlimmes ist. Der Rettungsdienst war vom BRK-Kreisverband Miesbach. Mit denen bin dann mit ins Krankenhaus gefahren.

Laura, es ist sicher ein tolles Gefühl, wenn man jemandem so helfen konnte, oder? Bist du stolz? 

Am Anfang habe ich gedacht, es wird eh keinen interessieren. Weil das doch selbstverständlich ist. Am nächsten Tag haben dann wegen des Fotos auf Facebook schon im Zug welche gesagt: „Das ist doch die, die geholfen hat.“ Auch in der Schule haben alle darüber geredet. 

Ich frage mich: Wieso? Das ist doch ganz normal. Ich habe das schon mehrmals gemacht. Wir fahren auch mit zum Eishockey als Ersthelfer. Es ist nichts Besonderes.

Interview: Nina Probst

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