Einige Autos fahren auf der A8 den Irschenberg in Richtung München herab.
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Die A8 bei Irschenberg ist berüchtigt als Unfallschwerpunkt.

Unfälle im Landkreis Miesbach

Unfallschwerpunkt A8 Irschenberg

Die Bundesautobahn A8 bei Irschenberg – alles rund um Stau, Abstandsmessung und Blitzer sowie Unfälle und Feuerwehreinsätze.

  • Der Unfallschwerpunkt A8 Irschenberg bringt die Mitglieder der Freiwillige Feuerwehr Irschenberg mittlerweile an ihre Grenzen.
  • Auf dem Autobahnabschnitt häufen sich schwere Unfälle.
  • Auch 2020 ereigneten sich viele Crashs, die teils Rettungsdienst- und Feuerwehreinsätze erforderlich machten.

Irschenberg – Am 18. September 2020 kam es wieder zu einem Unfall auf der A8 bei Irschenberg. Der Fahrer eines schwarzen Golf GTI brachte sein Fahrzeug ohne ersichtlichen Grund auf der Fahrbahn zum Stehen. Der Verkehrsteilnehmer direkt hinter ihm schaffte es, seinen Ford rechtzeitig abzubremsen. Ein Kradfahrer aus München hatte dagegen weniger Glück: Er sah das Problem auf der Straße zu spät und prallte mit seiner Kawasaki in den Ford. Der Rettungsdienst brachte den Biker ins Krankenhaus. An seinem Krad und dem anderen Auto entstand ein Schaden von insgesamt rund 15.000 Euro. Der Lenker des schwarzen VW Golf beging Fahrerflucht – nach ihm fahndet die Autobahnpolizeistation Holzkirchen. Dieses Ereignis ist jedoch nur eines von vielen Unfällen, die sich regelmäßig auf der A8 Höhe Irschenberg ereignen.

A8 bei Irschenberg: Blitzer auf der Bundesautobahn

Neben kurviger Streckenführung gehören gefährliche Fahrmanöver und überhöhte Geschwindigkeit zu den häufigen Unfallursachen auf der Bundesautobahn 8. Aus diesem Grund gibt es auf der A8 bei Irschenberg seit August 2014 eine Schilderbrücke mit fest installiertem Blitzer: Bei der Radarfalle mit dem Namen „Traffistar S 330“ handelt es sich um ein digitales Messgerät, das der Unfallverhütung dienen soll.

Wenn Autofahrer auf der A8 in Richtung München fahren, macht sie die Wechselverkehrszeichenanlage auf die erlaubte Geschwindigkeit aufmerksam – maximal sind auf dem Streckenabschnitt 100 Kilometer pro Stunde zulässig. Wer schneller unterwegs ist, den erwischt die Messanlage. Auch mit Polizeikontrollen müssen Verkehrsteilnehmer rechnen: Am 28. Juli 2020 meldete die Autobahnpolizeistation Holzkirchen den Fall einer Autofahrerin, die mit 1,3 Promille angehalten wurde. Sie fuhr in Schlangenlinien und machte dadurch auf sich aufmerksam. Für sie endete die Fahrt vorzeitig.

Stau auf der A8 bei Irschenberg

Die technische Verkehrsüberwachung nimmt zwar keine Abstandsmessung vor, sondern kontrolliert nur die Geschwindigkeit – dennoch hat sie nach eigenen Angaben der Autobahnpolizei Holzkirchen bereits zu einem Rückgang schwerer Unfälle beigetragen. Stau kann sie dagegen nicht verhindern: Staumeldungen zeigen, dass es auf der A8 bei Irschenberg häufiger zu Beeinträchtigungen kommt. Erst 2019 verlangte eine Vollsperrung der Autobahn München-Salzburg wegen Fahrbahnerneuerung den Fahrern einiges ab.

Feuerwehreinsätze und tödliche Unfälle auf der A8 bei Irschenberg

Unfälle mit Verletzten oder gar Todesfolge sind auf der A8 bei Irschenberg leider keine Seltenheit. Das sind einige der Crashs, die sich auf der Bundesautobahn in den vergangenen Jahren ereignet haben:

  • Am 19. August 2019 lief ein junger Mann vom Autobahnparkplatz Seehamer See-Ost aus ungeklärten Gründen auf die A8. Dort erfasste ihn ein VW tödlich.
  • Im Oktober 2019 starb ein neunjähriger Junge infolge eines Verkehrsunfalls. Die Unfallursache soll ein unfallanalytisches Gutachten klären. In den Zusammenstoß waren drei Fahrzeuge verwickelt.
  • Am 3. November 2019 verletzten sich sechs Personen bei einem Auffahrunfall. Darunter war auch ein achtjähriges Mädchen.
  • Am 23. März 2020 war ein Sekundenschlaf für einen Lkw-Unfall verantwortlich. Der Sattelzug stieß erst in die rechte und danach in die linke Seitenplanke, bevor er quer zur Fahrbahn stehen blieb.
  • Am 30. Mai 2020 musste ein 78-jähriger VW-Fahrer mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus. Seine Beifahrerin und der Hund des Paares erlitten nur leichte Verletzungen.
  • Am 16. Juni 2020 kollidierten drei Kleintransporter. Es kam zu einem großen Feuerwehreinsatz, bei dem auch der Rettungsdienst beteiligt war. Die Fahrbahn Richtung Salzburg war aufgrund der liegen geblieben Fahrzeuge auf allen drei Spuren komplett blockiert, was zu einem langen Stau führte.

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