Frau vergewaltigt, gequält, lebendig verscharrt: Täter 30 Jahre später gefasst

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Eine unliebsame Begegnung hat ein Leser auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants am Irschenberg mit der Parkräume KG gemacht. Er hatte dort sein Auto abgestellt – die Firma schleppte es ab. Um seinen Wagen auszulösen, hätte er 380 Euro plus 60 Euro Anfahrtskosten für den Außendienstmitarbeiter zahlen müssen, damit der den Standort des Autos verrät. Der Parkplatzbesitzer hat der Firma deshalb nun gekündigt.

Parkplatzbesitzer zieht Konsequenzen

Abschlepp-Abzocke bei McDonald’s: Erst Geld, dann Auto

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Irschenberg - Ein Unternehmen schleppt im Auftrag falsch geparkte Autos von Privatparkplätzen ab. Anschließend verlangt es von den Besitzern mehrere hundert Euro, um das Fahrzeug auszulösen.

In ganz Deutschland ist die Praxis bereits seit Jahren bekannt: Wer sein Auto auf bestimmten Parkplätzen zu lange parkt, muss damit rechnen, dass er es bei seiner Rückkehr nicht wiederfindet. Mitarbeiter der Firma Parkräume KG lassen es im Auftrag von Privatfirmen gegen Abtretung des Anspruchs auf die Kosten abschleppen. Wo sie es verwahren, erfahren die betroffenen Autofahrer erst dann, wenn sie ein ordentliches Sümmchen bezahlt haben. Immer wieder landen Fälle dieser Art vor Gericht. Grundsätzlich ist die Justiz überwiegend der Auffassung, dass auch private Grundstücksbesitzer falsch parkende Fahrzeuge abschleppen lassen dürfen. (Az. V ZR 144/08). Knackpunkt ist aber stets die Höhe der Gebühr – und das Gebaren der Parkräume-Mitarbeiter.

Vergangene Woche bekam ein Leser am Irschenberg das umstrittene Vorgehen der Firma zu spüren. Seinen Namen möchte er nicht in der Zeitung lesen, schildert aber seine Odyssee, die auch im Internet für hitzige Diskussionen gesorgt hat. Um zusammen mit einem Freund eine Spritztour mit seinem Motorrad zu unternehmen, hatte der Leser seinen Wagen am 15. August um 10 Uhr auf dem McDonald’s- Parkplatz abgestellt. Leider übersah er, dass man dort nur eine Stunde lang parken darf. Als er gegen 15 Uhr zurück zu seinem Auto kam, traute er seinen Augen kaum: Der Wagen war verschwunden. Im Restaurant bekam er einen Zettel der Parkräume mit einer Forderung über 380 Euro ausgehändigt.

Und hier der Beschwerde-Post auf Facebook:

Was folgte, waren diverse Telefonate mit einem Außendienstmitarbeiter – und eine weitere Zahlungsaufforderung. Der Mitarbeiter könne zu ihm kommen und ihm sagen, wo sein Auto stehe. 60 Euro seien allerdings für die Anfahrt fällig. Nach weiterem Hin und Her und stundenlanger Suche „wurde mein Auto schlussendlich in Miesbach im Gewerbegebiet gefunden“, berichtet der Leser. Er habe sich inzwischen an einen Rechtsanwalt gewandt und eine Anzeige wegen versuchter Erpressung gestellt.

Eigentümer des betreffenden McDonald’s und des stark frequentierten Parkplatzes ist der Unternehmer Michael Heinritzi. Er habe die Parkräume KG beauftragt, weil er es immer wieder mit Autofahrern zu habe, die seine Flächen belegen würden – teils sogar für Wochen. Wie Heinritzi auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt, habe er die Firma angewiesen, kulant zu kontrollieren. Er habe mehrfach große Summen in die Erweiterung und Modernisierung der Parkplätze gesteckt und müsse sich in irgendeiner Form vor Parksündern schützen. Mit einer derart rigorosen Vorgehensweise wie sie unser Leser erlebt hat, ist Heinritzi aber ganz und gar nicht einverstanden. Das Unternehmen habe sich seiner Auffassung nach völlig inakzeptabel und ungebührlich verhalten. „Ich ziehe daraus zwei Konsequenzen“, betont Heinritzi. „Ich werde dem Betroffenen auf jeden Fall die Hälfte seines Schadens erstatten“, so der Unternehmer. Außerdem habe er mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit der Firma Parkräume aufgekündigt. An den Geschädigten hat er sich zudem bereits per E-Mail gewandt, um sich persönlich für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen. „Leider hat er sich noch nicht gemeldet.“

Im Internet appelliert unser Leser indes an weitere Betroffene und rät ihnen, sich bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft zu melden. „Die einzige Chance dieser Firma endgültig den Garaus zu machen, ist, wenn sich viele Geschädigte melden.“

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