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Bei der Rast mit dem Wohnmobil sollten Urlauber über Einbruchssicherung nachdenken.

An der A8-Raststätte in Irschenberg

Urlauber aufgepasst: So steigen Einbrecher in Wohnmobile ein

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Sie kommen nachts, wenn Reisende schlafen: Einbrecher. Die Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd warnen die Urlauber vor Diebstählen in Wohnmobilen und raten zu Vorsicht. 

Irschenberg – Die einen fahren in den Urlaub, die anderen fangen dann und gerade deswegen an, aktiv zu werden: Einbrecher. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd rät allen, die mit Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs sind, vorsichtig zu sein, ihr Fahrzeug abzuschließen und das Geld möglichst in einen Tresor zu legen. An abgelegenen Rastplätzen schlagen Einbrecher besonders gerne zu. Wie sie dabei vorgehen, wie man sich schützen kann und um wen es sich bei den Tätern meist handelt, erklärt Pressesprecher Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Rosenheim.

Herr Sonntag, wo lauern denn die meisten Einbrecher?

Sonntag: Am interessantesten ist für die Täter in unserem Bereich die A 8. Im Prinzip sind sie überall verteilt, wo es Richtung Süden geht. Besonders viele Fälle hatten wir hier im Gebiet in den Jahren 2013 und 2015. Vor zwei Jahren waren es beispielsweise etwa 20 solcher Einbrüche.

Jetzt ist kein Einbrecher mehr unterwegs?

Sonntag: In diesem Jahr kam es erst in einem Fall zur Anzeige und auch 2016 waren es weniger Taten. Vergangenen Sommer hatten wir an der Rastanlage in Irschenberg drei Tatverdächtige festgenommen, junge bosnische Staatsangehörige. Erst kürzlich hat der Prozess stattgefunden. Zwei Männer haben eine Haftstrafe bekommen, der jüngere Bewährung. Und wenn sie hier entlassen werden, wartet in Österreich schon die nächste Anklage.

Es werden aber insgesamt mehr als die drei Täter gewesen sein, oder?

Sonntag: Ja, da gibt es natürlich andere Tätergruppen. Das sind organisierte Banden, die die Autobahn nach Opfern abgraben. Etwa die Hälfte der Fälle konnten wir aufklären. Wie, verrate ich allerdings nicht.

Das Wort Banden klingt nach professioneller Kriminalität.

Sonntag: Das sind Profis, ja. Für die ist es einfach, das Schloss eines Wohnmobils innerhalb von Sekunden aufzustechen. Da sieht man am Ende nur einen Mini-Schaden, ein kleines Einstichloch. Meist gehen sie aber nur in die Fahrerkabinen, weil dort im Handschuhfach das Geld versteckt ist.

Reisende müssen also nicht befürchten, im Schlaf überrumpelt zu werden?

Sonntag: Ein solcher Konfliktfall ist nicht bekannt. Die Opfer wachen am Morgen auf und bemerken den Schaden, oder dass etwas fehlt. Einige vermuten, betäubt worden zu sein, beispielsweise durch eingeleitetes Gas. Sie denken das, weil sie nichts vom Einbruch mitbekommen haben.

Ist da etwas dran?

Sonntag: Ganz ausschließen können wir das nie. Aber Beweise haben wir bisher nicht gefunden bei denen, die wir festgenommen haben. Auch keine Waffen. Diese Art von Einbrecher sind darauf aus, auf keinen Fall erkannt zu werden. Die vermeiden jeden Konflikt, da brauchen Reisende keine Angst zu haben.

Und wie können sie sich vor Einbrüchen schützen? Haben Sie Tipps?

Sonntag: Wenn die Urlauber auf einen Rastplatz fahren, um dort zu schlafen, dann nicht an einen total abgelegenen Ort stellen. Am wichtigsten ist aber, das Wohnmobil zu sichern. Am besten mit einem Spanngurt von Tür zu Tür oder man sichert mit Zusatzschlössern oder Querriegeln vor den Türen ab. Es gibt auch Kontaktsensoren, die durch lauten Alarm den Täter abschrecken. Ansonsten Wertgegenstände mit in den Schlafbereich nehmen oder in einen Wohnmobiltresor legen.

nip

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