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Ein Kreisel ist keine Option: An der Bundesstraße in Wendling – im Bild an der Abzweigung zum McDonald’s – ist die Steigung zu stark, um einen Kreisverkehr zu bauen. Irschenbergs Bürgermeister Hans Schönauer bevorzugt nun eine „intelligente Beschilderung“. Eine weitere Option ist eine verbreiterte Autobahnausfahrt.

Bundesstraße bei Wendling

Die Auswahl wird enger

Irschenberg - Für einen Gefahrenpunkt in Wendling gibt es konkrete Entschärfungs-Vorschläge. Fest steht allerdings auch, dass ein Kreisverkehr nicht dazuzählt.

Es ist ein Unfallbrennpunkt, den die Gemeinde Irschenberg unbedingt entschärfen will. In Wendling münden zwei Straßen kurz nacheinander in B 472 ein. Zum einen die Ein- und Ausfahrt zur A 8 Richtung Salzburg. Außerdem die Straße, die zu McDonald’s, der Kaffeerösterei Dinzler und neuerdings dem Sport- und Tourismuscenter mit FC-Bayern-Fanshop führt. Seit 2010 hat es in dem Bereich laut Miesbacher Polizei rund 25 Mal gekracht. Daher hatte die Kommune sich an der Stelle einen Kreisverkehr gewünscht (wir berichteten).

In der Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Hans Schönauer (FWG Niklasreuth) nun von einem Treffen Mitte Dezember, bei dem Vertreter aus Gemeinde und den beteiligten Behörden, darunter die Autobahndirektion Südbayern sowie das Straßenbauamt Rosenheim, zusammenkamen. „Wir waren uns alle einig, dass etwas gemacht werden muss“, sagte Schönauer. Und so kamen einige Lösungen für den Unfallherd in die engere Auswahl.

Die Problematik: Zum einen übersehen Autofahrer, die von Irschenberg kommend nach links in die A 8 einbiegen wollen, häufig den Gegenverkehr. Aber auch die Fahrzeuge, die aus Richtung Miesbach nach rechts in die A 8 wollen, stellen eine Gefahr dar. Denn wenn sie blinken, ist für Verkehrsteilnehmer, die vom Gewerbegebiet auf die B 472 steuern, oft unklar, wo sie nun hin wollen. Wegen der Verkehrsdichte ist es zudem eine Geduldsfrage, vom Gewerbegebiet in die Bundesstraße einzufahren.

Von dem Wunsch nach einem Kreisverkehr müssen sich die Irschenberger allerdings wieder verabschieden. „Die Steigung ist in dem Bereich mit 25 Prozent einfach zu groß“, erklärte der Rathaus-Chef. Deshalb sei ein Kreisel baulich kaum möglich. „Da haben wir eigentlich keine Chance“, meinte Klaus Meixner (CSU). Daher soll nun eine kleinere Lösung Abhilfe schaffen. „Wir brauchen eine intelligente Beschilderung“, sagte Schönauer. Diese soll unsicheren Autofahrern zumindest den richtigen Weg deuten.

Angedacht haben die Gesprächspartner außerdem, dass die Autobahnausfahrt verbreitert werden soll. Dort bilden sich derzeit lange Schlangen, da es für Rechts- und Linksabbieger nur eine Spur gibt. Eine zweite könnte die Situation entzerren. Als letzte Möglichkeit stand noch eine Ampel im Raum. „Dafür muss die Verkehrssituation aber erst weiter beobachtet werden“, erklärt Josef Bögl, Geschäftsleiter der Gemeinde, auf Nachfrage. All diese Varianten werden von den Behörden jetzt eingehender geprüft. Dann soll schleunigst eine Lösung her.

Sollte diese nicht befriedigend sein, darf die Gemeinde trotzdem auf Besserung hoffen: „In einigen Jahren steht wahrscheinlich der Ausbau der Autobahn an“, meinte Schönauer. Dann könnte es gut sein, dass die gesamte Ausfahrtssituation neu geregelt wird.

Marlene Kadach

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