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In die Jahre gekommen ist die 1956 erbaute Salzhalle in der Gemeinde Irschenberg.

Autobahndirektion Südbayern plant Neubau

Mehr Salz für den Irschenberg

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Irschenberg - Die Salzhalle an der A 8 am Irschenberg ist in die Jahre gekommen. Deshalb möchte sie die Autobahndirektion Südbayern abreißen und an anderer Stelle neu bauen.

In der kalten Jahreszeit versorgt sie den Winterdienst auf der A 8 mit Streusalz: Die Salzhalle der Autobahndirektion Südbayern trägt maßgeblich dazu bei, den steilen Irschenberg in den kalten Monaten befahrbar zu machen. Doch inzwischen ist das Gebäude arg in die Jahre gekommen. Die Autobahndirektion plant daher, die Halle im Autobahnbereich Irschenberg-Nord abzureißen und an anderer Stelle im Gemeindegebiet neu zu bauen. Das gab Bürgermeister Hans Schönauer (FWG Niklasreuth) kürzlich im Gemeinderat bekannt.

Die jetzige Salzhalle am Irschenberg ist im Laufe der Jahre marode und viel zu klein geworden, erklärt Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion Südbayern. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1956. „Eine Zeit, in der begonnen wurde zu salzen“, ergänzt er. „Damals hat man nicht so sehr auf technische Dinge geachtet, sondern auf ideologische. Deshalb wurde die Salzhalle am Irschenberg gebaut.“

Errichtet wurde damals eine Stahlbetonhalle, die allerdings nicht so widerstandsfähig sei. Wegen der hohen Korrosionsgefahr werden solche Hallen laut Seebacher inzwischen nicht mehr gebaut. Heutzutage setzt die Autobahndirektion auf Holz.

450 Tonnen Salz fasst die Halle, die in der Regel einmal je Streusaison nachgefüllt wird. Pro Winter benötigt die Autobahnmeisterei Rosenheim/Holzkirchen insgesamt zwischen 2000 und 12.000 Tonnen Salz. Um für den Autobahnabschnitt Irschenberg mehr Salz vorzuhalten, ist ein Neubau mit Lager, Aufenthaltsraum, Soleanlage zur Salz-Aufbereitung sowie ein Platz für Radlader geplant. Wie Irschenbergs Geschäftsleiter Josef Bögl auf Nachfrage erklärt, hat die Gemeinde von der Autobahndirektion die Auskunft erhalten, dass der Baubeginn für 2015 vorgesehen ist.

In der Sitzung berichtete Bürgermeister Schönauer zudem, dass als neuer Standort für die Salzhalle der Pendlerparkplatz im Gespräch sei, der dann ersatzlos entfallen würde. „Ich bin froh, wenn der Parkplatz wegfällt. Da wird Heroin und alles gespritzt, was es so gibt“, sagte der Rathaus-Chef. Schönauer missfiel aber auch so manches dort abgestellte Fahrzeug. „Seit drei Monaten steht da ein Auto mit einem Riesen-Ölfleck“, monierte er.

Doch eventuell bleibt der ungeliebte Pendlerparkplatz der Gemeinde erhalten. „Diese Fläche ist nur eine mögliche Option“, sagt Seebacher. Die Autobahndirektion sondiere derzeit weitere mögliche Standorte. Man wolle aber auf jeden Fall in der Nähe bauen.

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