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In der Sackgasse: Für das Wertungsrennen auf Miesbacher Flur hat AMC-Vorsitzender Gerhard Heger kein grünes Licht bekommen. Nun heißt es improvisieren, denn die Rallye am 23. März soll auf jeden Fall stattfinden.

Bauausschuss Miesbach sagt Nein zur Rallye

AMC Miesbach bekommt keine Starterlaubnis in der Heimatstadt

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Der AMC Miesbach hat im Bauausschuss der Kreisstadt einen Rückschlag für die Ausrichtung seiner Auto-Rallye hinnehmen müssen. Das Gremium versagte dem Wertungsrennen den Start südlich von Parsberg. Für den AMC ist das ein unerwarteter Rückschlag – die Ausschreibung muss geändert werden.

Gerhard Heger ist enttäuscht. Ausgerechnet in seiner Heimatstadt erhält der Auto- und Motorradclub Miesbach keine Unterstützung bei der Durchführung der geplanten Rallye. „Das ist schade“, stellt der AMC-Vorsitzende fest. „Wir wollen von der Stadt ja kein Geld, sondern nur an einem Tag im Jahr ein Rennen durchführen, für das wir alles übernehmen.“

Wie berichtet, will der Verein am Samstag, 23. März, eine Rallye durchführen. Gestartet werden soll in Fischbachau an der Wolfseehalle. Von dort

geht es auf öffentlichen Straßen und unter Einhaltung der Straßenverkehrsordnung zu den Wertungsrennstrecken in Fischbachau, Irschenberg und ursprünglich auch Miesbach. Diese werden von 12 bis 18 Uhr für den öffentlichen Verkehr gesperrt und unterliegen der Verantwortung des AMC.

Während man im Dezember 2018 in Irschenberg noch eine breite Zustimmung einfahren konnte, wurde der Verein in Miesbach ausgebremst. Geplant war bei Parsberg ein Kurs, auf dem ein Wertungsrennen durchgeführt werden sollte: Von Wiedmoos aus würde die Strecke über Parsberg und die Litzlauer Straße zum Weiler Krug führen. Sie wäre Bestandteil der Rallye 70, die zur südbayerischen Meisterschaft und zur Oberland-Rundenmeisterschaft zählen soll und über etwa 120 Kilometer durch den Landkreis führt – davon 54 Kilometer als Wertungsstrecken auf gesperrten Straßen. Von der Wolfseehalle, wo die Reifenwechselzone eingerichtet wird, geht es zur ersten Wertungsprüfung, dann weiter zur zweiten nach Irschenberg. Die dritte wäre in Miesbach gewesen.

Nun heißt es umdisponieren. „Dabei hat unser Verein ab 1953 mit seinen Grasbahnrennen Werbung für Miesbach gemacht“, sagt der AMC-Vorsitzende. „Ein wenig Unterstützung hätten wir uns schon erhofft.“

Was Heger besonders zu denken gibt: „Woanders unterstützt man uns.“ Wie beim AMC üblich, habe man vorab mit den Anwohnern Kontakt aufgenommen und das Projekt erklärt. Die Folge sei eine uneingeschränkte Zustimmung in allen drei Kommunen gewesen. In Irschenberg habe der Gemeinderat gerade deshalb zugestimmt, weil man die Unterschriften aller Anwohner entlang der Rennstrecke vorlegen konnte.

Die Gemeinde Fischbachau erteilt die Erlaubnis wegen der Unterschriften sogar auf dem Verwaltungsweg, wie Bürgermeister Josef Lechner auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt: „Wir unterstützen solche Veranstaltungen, wenn die unmittelbar betroffenen Anwohner alle zustimmen.“ Der Gemeinderat werde in der nächsten Sitzung darüber informiert. Der Kurs führt in Fischbachau über Frauenried, Schneider und Hub um den Auerberg.

Der Kritik aus Miesbach, dass das Rennen zu gefährlich sei, widerspricht Heger, der eine internationale Rennleiterlizenz hat: „Wir haben geschulte Leute im Einsatz.“ Der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) müsse die Strecken genehmigen und fahre die auch ab. „So einfach ist das alles nicht. Da steckt wahnsinnig viel Organisation und Arbeit drin. Gerade weil hier Vollgas gefahren wird, sperren wir die Bereiche komplett. Alles zusammen betrachtet sind mindestens 200 Leute entlang der Strecken im Einsatz.“ Dass gerade junge Männer so zum Rasen verleitet werden könnten, wie auch die Polizei befürchtet hat, hält er für abwegig. „Die Einheimischen kennen diese Strecken doch eh.“

Trotz des Neins aus Miesbach: Die Rallye soll starten. Der Wegfall des Abschnitts bei Parsberg soll nun mit einem dritten Wertungsrennen in Irschenberg kompensiert werden. Dort waren wie am Auerberg bislang nur zwei Rennen vorgesehen. Die endgültigen Details will Heger den Anwohnern erneut persönlich mitteilen, wenn der Zeitplan steht. „Das haben wir so abgesprochen, und das halten wir auch ein.“

ddy

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