Verurteilt

Brüder müssen wegen Wohnmobil-Einbruchs ins Gefängnis

Der Einbruch in ein Auto unterscheidet sich von dem in ein Wohnmobil. Vor allem, wenn da Personen drin schlafen. Dieser Erkenntnis mussten sich nun drei Rumänen (21, 33 und 36) stellen.

München/Irschenberg – Die drei Brüder hatten im August vergangenen Jahres auf dem McDonald’s-Parkplatz in Irschenberg ein Wohnmobil aufgebrochen und Wertgegenstände sowie Geld mitgenommen. Das Amtsgericht München verurteilte die drei nun wegen Wohnungseinbruchdiebstahls. Das Strafmaß: je eineinhalb Jahre Haft. Nur die Strafe gegen den Jüngsten der drei wurde zur Bewährung ausgesetzt. Die Brüder waren geständig.

In der Tatnacht war dies noch anders gewesen. Da hatte eine Streife der Polizei das Trio gegen 4 Uhr an der Tankstelle Irschenberg kontrolliert und im Kofferraum das Diebesgut – zwei Taschen mit Geldbörsen und Handy sowie eine Kamera – gefunden. Und auch die Ausweise des Ehepaars, das ein paar Meter weiter in seinem Wohnmobil schlief. Die Rumänen gaben an, keine Ahnung zu haben, woher die Gegenstände stammen. Mit dem Handy des Mannes riefen die Beamten schließlich auf dem Telefon der Frau an, das noch im Wohnmobil lag. Die Eheleute stellten schließlich das Fehlen des Diebesguts fest und fanden auch den Schraubenzieher, mit dem der heute 33-Jährige die Beifahrertür des Wohnmobils aufgebrochen hatte.

Die drei Brüder wurden in Untersuchungshaft genommen. In der Verhandlung vor dem Amtsgericht München räumten sie die Tat ein und gaben an, aus Geldnot gehandelt zu haben. Bei der Höhe der Strafe berücksichtigte der Richter, dass die drei in Deutschland nicht vorbestraft sind und sich bei dem geschädigten Ehepaar entschuldigt haben. Die Vollstreckung der Haftstrafen begründete das Gericht unter anderem damit, dass die Täter nach Deutschland eingereist waren und gleich bei der ersten Gelegenheit die festgestellte Straftat begingen. „Ein solches Verhalten ist nicht zu tolerieren und steht einer Strafaussetzung zur Bewährung entgegen“, so das Urteil. Bei dem Jüngsten der drei Brüder wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt, da eine Haftstrafe für einen Mann dieses Alters „deutlich einschneidender“ wäre. Der Haftbefehl gegen den 21-Jährigen wurde aufgehoben. Der 36-Jährige hat in der Heimat eine Ehefrau und fünf Kinder zwischen drei und 16 Jahren. Auf den 33-Jährigen warten in Rumänien die Partnerin und das gemeinsame sechsjährige Kind.

mm

Rubriklistenbild: © picture alliance / Bernd Wüstnec

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