Am Behältnis fehlt es meist nicht: Auch in Irschenberg, wie hier an der Aussicht, sind Tütenspender aufgestellt, damit Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einsammeln können – aber man muss es wollen.
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Am Behältnis fehlt es meist nicht: Auch in Irschenberg, wie hier an der Aussicht, sind Tütenspender aufgestellt, damit Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einsammeln können – aber man muss es wollen.

HUNDEKOT - Zu viele Haufen in den Wiesen

Bürgermeister von Irschenberg verärgert: Immer mehr Hundehalter lassen Haufen in den Wiesen liegen

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Irschenberg – Der Hund, des Menschen bester Freund, macht sich in Irschenberg zunehmend unbeliebt. Denn an den beliebten Gassi-Wegen hat Bürgermeister Klaus Meixner (CSU) eine gewisse Nachlässigkeit ausgemacht, was das nicht gerade angenehme Wegräumen von Kothaufen angeht.

Und nicht nur er. Auch aus der Bevölkerung seien Hinweise im Rathaus eingegangen.

Im Gemeinderat hat Meixner deshalb vor Kurzem das Problem mit den Hinterlassenschaften angesprochen – verbunden mit der Aufforderung an Frauchen und Herrchen, die Pflicht des Haufen-Wegräumens ernst zu nehmen. So sei gerade der Weg von Irschenberg über die Waldsiedlung nach Rieding besonders aufgefallen. Dort finde man „einen Haufen neben dem nächsten“.

Die Gemeinde trägt laut Meixner ihren Teil zur Lösung des Problems bei. So habe man ein weiteres Hundeklo dazugekauft – mit 1500 Euro keine preiswerte Angelegenheit, stellte der Rathauschef fest und verwies auf den Aufwand, diese Stationen zu leeren und mit neuen Tüten zu bestücken.

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Doch das Hundeklo allein reicht nicht als Lösung – es braucht auch die Unterstützung der Hundehalter, und daran mangle es immer wieder. „Wer einen Hund hat, soll dessen Hinterlassenschaften mitnehmen“, stellte Meixner fest. Eine volle Tüte einfach auf einem Holzstapel liegen zu lassen, sei keine Lösung.

Dem stimmte Klaus Waldschütz (CSU) zu. Der Landwirt berichtete von Fällen, bei denen volle Beutel aufs Feld geworfen wurden, was das Problem noch mal verschärfen würde. Denn zum Hundekot, der im Futterheu die Gesundheit der Rinder gefährde, komme so noch das Plastik der Tüten hinzu.

Aus Sicht von Regina Gruber (Freie Wähler Irschenberg) sind es nur wenige, die sich nicht an die Regeln halten. „Die werfen aber ein schlechtes Licht auf alle.“ Die Gemeinde könne nur das Netz der Hundetoiletten ausbauen – „das bringt mehr“.

Der Gemeinderat einigte sich darauf, auf das Problem im nächsten Gemeindebrief hinzuweisen. Dies sei eine gute Lösung, denn Leute direkt anzusprechen führt laut Meixner eher dazu, dass man blöd angeredet werde. In schriftlicher Form könne man auch den Zusammenhang besser herausstellen, dass das Gras der Wiesen der Nahrungsproduktion diene und Hundekot da nicht hineingehöre. „Ich würde mir wünschen, dass jeder Hundehalter das einsehen würde“, sagte Meixner. „Entweder man hat einen Hund und hält sich an die Regeln – oder man lässt es.“

ddy

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