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„Es herrscht Hochkonjunktur“: Vor rund 100 Besuchern sprach Hans Schönauer über Aktuelles aus seine r Gemeinde. 

Bürgerversammlung

„Der Moar in Wilparting ist ein heiliger Ort“

Irschenberg geht’s gut. So lautete das Credo von Bürgermeister Hans Schönauer bei der Bürgerversammlung. Die Zuhörer sahen’s offenbar ähnlich. Fragen gab es keine.

Irschenberg Seine Bürger auf den neuesten Stand gebracht hat Irschenbergs Rathauschef Hans Schönauer (FWG Niklasreuth) nun bei der Bürgerversammlung im Trachtenheim. Rund 100 waren da, Fragen stellten sie keine. Es gebe derzeit keine heißen Themen, sagt Schönauer. Irschenberg gehe es gut, „es herrscht Hochkonjunktur“ und „wir wohnen da, wo andere Urlaub machen“. Die Bürger könnten stolz sein auf alles, was sie geschaffen haben. Schönauers sonstige Themen im Überblick.

Bevölkerung

Irschenberg bleibt die jüngste Gemeinde im Landkreis. „Wir haben einen Reichtum, und das sind doppelt so viele Geburten wie Todesfälle“ und damit eine „intakte Bevölkerungsstruktur“. 3208 Menschen wohnen hier, inklusive 40 neuer Erdenbürger.

Finanzen

Zu schultern hat die Gemeinde heuer eine laut Schönauer „gewaltige“ Kreisumlage von 2,8 Millionen Euro – wegen hoher Steuereinnahmen 2016. Ein gewisser Stolz schwingt mit, als Schönauer verkündet: Irschenberg liegt in der finanziellen Leistungskraft gemessen an seiner Größe auf Platz zwei aller 17 Landkreis-Gemeinden – nach Tegernsee. 2017 gab es allerdings geringere Steuereinnahmen. Wie das kommt? 2016 sei ein Jahr mit hohen Steuernachzahlungen gewesen. Ein Grund für den Ausreißer nach oben. „Es gibt immer Aufs und Abs“, resümiert Geschäftsleiter Josef Bögl. Kein Grund zur Sorge. Immerhin ist Irschenberg aktuell neben Valley und Warngau die einzige schuldenfreie Gemeinde im Landkreis.

Kindergarten

Aber: Eine Million Euro muss Irschenberg heuer für den Bau des Kindergartens als Kredit aufnehmen. Schönauer erklärt, warum. Fördergelder fließen erst, wenn der Bau abgenommen ist. Handwerksbetriebe wollen jedoch entlohnt werden, wenn sie ihre Arbeit geleistet haben. Nach Erhalt der Zuschüsse soll der Überbrückungs-Kredit sofort zurückgezahlt werden.

Wilparting

Die Gerüchteküche brodelt, das weiß auch Schönauer. In der Tat: Der Moarhof ist in ganz erheblichem Maße renovierungsbedürftig. Das ergab das Gutachten eines Ingenieurbüros. Schönauer: „Der Dachstuhl schaut wirklich ganz schlimm aus.“ Wie umfangreich saniert werden soll, entscheidet sich demnächst. Fest steht: Die Traditionsgaststätte soll ihren Charakter behalten. Im Vordergrund steht die Suche nach einem Pächter. Schönauer berichtet: „Die Verhandlungen laufen auf Hochtouren.“ Anfragen von Brauereien habe es bereits gegeben – für einen Kauf. Doch der Moar in Wilparting sei „ein heiliger Ort“. Er soll in Gemeindehand bleiben und „nicht der Spekulation preisgegeben“ werden.

Kläranlage

Sie ist in die Jahre gekommen und kann die verschärften Vorschriften kaum erfüllen. 2020 steht eine Laufzeitverlängerung bis 2040 an. Die Planung der Sanierung ist für das laufende Jahr vorgesehen. Folgende Optionen werden derzeit von einem Ingenieurbüro abgewägt: ein Umbau, ein Neubau oder der Anschluss an Bruckmühl.

Weitere Investitionen

„Wir investieren heuer wieder fünf Millionen Euro, ohne uns zu verschulden“, berichtet Schönauer. Sein Credo: Nur so viel ausgeben, wie eingenommen wird. Ein intaktes Straßennetz steht für den Rathauschef weiterhin im Vordergrund. Und der Breitbandausbau, der mit einer halben Million Euro zu Buche schlägt. „Wir werden eine Kanalleitung unter der Autobahn bauen müssen“, kündigt Schönauer an. Zudem stehen Renovierungsarbeiten an der Schule an, und Niklasreuth braucht ein neues Feuerwehrfahrzeug.

Johanna Wieshammer

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