AfD-Eklat vor Sachsenwahl: Klage wegen Kandidatenliste gescheitert 

AfD-Eklat vor Sachsenwahl: Klage wegen Kandidatenliste gescheitert 
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Interessiert hörten die Irschenberger den Ausführungen von Rat haus-Chef Klaus Meixner zu. Applaus gab’s für die Feuerwehr Niklasreuth, kontrovers diskutiert wurde dagegen der Neubau des Moarhofs. 

Bürgerversammlung Irschenberg

Neues Klärwerk kostet fünf Millionen Euro

Der Moarhof, der Ausbau des Breitbandnetzes und ein neues Klärwerk: Bei der Bürgerversammlung in Irschenberg am Freitagabend standen teure Projekte auf der Agenda – und die traurige Nachricht vom Tod des Gemeinderats Helmut Niggl (CSU).

Irschenberg - Mit einer Powerpoint-Präsentation als Rückblick auf die Ära des verstorbenen Bürgermeisters Hans Schönauer eröffnete Irschenbergs Rathaus-Chef Klaus Meixner die Bürgerversammlung im Trachtenheim. Bilder von Bautätigkeiten in der Gemeinde, von Ehrenbürgerernennungen und den Eröffnungen von Gewerbebauten in Schönauers Amtszeit bekamen die Besucher zu sehen – ohne Kommentierung.

Bevor Meixner in seinen Bericht über das vergangene Jahr startete, verkündete er noch die Nachricht vom Tod Helmut Niggls. Der CSU-Gemeinderat war seit längerer Zeit krank gewesen. „Es muss trotzdem weitergehen“, sagte Meixner.

In der folgenden Stunde verlas er seinen Rückblick auf das Jahr 2018. Er erinnerte unter anderem an die Neuerungen bei der Wasserversorgung Jedling, an die Fertigstellung des Kindergartens und verschiedene Straßenbaumaßnahmen. Thema war auch der Breitbandausbau, der sich aktuell in der zweiten Ausbaustufe befindet. „Angebote von Netzbetreibern liegen bereits vor“, informierte Meixner. In welcher Reihenfolge die noch ausstehenden Arbeiten angegangen werden, darauf habe die Gemeinde aber keinen Einfluss, betonte er mehrfach.

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Ausführlich behandelte Meixner das Projekt Moarhof. Wie berichtet, hatte sich der Gemeinderat für einen Teilabriss der Gaststätte in Wilparting entschieden. Meixner zeigte Bilder vom Zustand des Dachgeschosses und wies auf Schäden und vom Holzwurm befallene Balken hin, bevor er das Wort an Architekt Joachim Staudinger übergab. Der zeigte eine Skizze vom Neubau und informierte über Details wie die geplante Bettenzahl (42) und die notwendigen Stellplätze (65). Erst auf Zuruf aus dem Publikum nannte Meixner die voraussichtlichen Kosten: „Momentan steht’s bei 3,6 Millionen.“ Dass manche Bürger diese Summe kritisch sehen, zeigte sich am Ende der Veranstaltung: Einer merkte an, dass der Neubau des Moarhofs „zu teuer“ sei und erntete dafür von mehreren Anwesenden Applaus.

Der Moahof ist nicht nur wegen der Renovierung in den Schlagzeilen: Wilparting-Wirte verklagen Gemeinde - sie fordern 130.000 Euro

In Meixners Bericht ging es mit Zahlen zum Haushalt der Gemeinde weiter. Die Zusammenfassung der Daten für die Jahre 2018 und 2019 hatten die Besucher zu Beginn der Versammlung schriftlich bekommen. Ein Lob sprach Meixner der Feuerwehr Niklasreuth aus, die für ein neues Fahrzeug 30 000 Euro beigesteuert habe. Mit Blick in die Zukunft erklärte Meixner, dass sich die Kommune auf die Sanierung der Kläranlage vorbereiten müsse, bei der den Bürgern wahrscheinlich Verbesserungsbeiträge drohen. Verschiedene Möglichkeiten würden geprüft, auch hinsichtlich des Naturschutzes. Erste Kostenschätzung: 5,4 Millionen Euro, bei denen auch Sonderbeiträge durch die Bürger im Raum stehen. Zwei Anfragen gab es abschließend zu behandeln (Bericht folgt), dann stellten sich die Bürgermeisterkandidaten vor.

Christine Merk


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