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Christine Rank über ihr Buch „Bayrisch Yoga“ und Lebensfreude zur Corona-Zeit

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Von: Christian Masengarb

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Schmetterling und Ziach-Atmung statt Chakra und Asana: Bei Christine Rank haben Yoga-Übungen verständliche Namen und kommen ohne Hilfsmittel aus. Hier zeigt sie die Übung „Regenbogen“ bei den Josefstaler Wasserfällen.
Schmetterling und Ziach-Atmung statt Chakra und Asana: Bei Christine Rank haben Yoga-Übungen verständliche Namen und kommen ohne Hilfsmittel aus. Hier zeigt sie die Übung „Regenbogen“ bei den Josefstaler Wasserfällen. © Privat

Irschenberg – Wäre Yoga nicht so anspruchsvoll und elitär, würden es mehr Menschen machen, meint Christine Rank (60). In ihrem neuen Buch „Bayrisch Yoga“ stellt die Irschenbergerin daher Übungen vor, die jeder durchführen kann.

Frau Rank, ich habe es im Lockdown mit Youtube-Yoga versucht, aber überfordert aufgegeben. Wäre ich mit Bayrisch Yoga länger dabei geblieben?

Ja! Es ist so einfach, dass man es einfach macht. Ich bin seit 33 Jahren Kursleiterin bei der VHS und unterrichte mit viel Freid Unbewegliche und Bewegliche, Jung und Alt, dick und dünn. Wichtig ist mir, dass die Leute nicht fragen „Kann ich das?“, sondern einfach anfangen, Yoga zu machen. Das Buch ist witzig und einfach geschrieben. Die Übungen sind so leicht und geschmeidig, man kann sie auch draußen beim Spazierengehen machen. Wer so anfängt, bleibt auch dabei.

Was mich bei Yoga bislang gestört hat: Die Lehrer bombardieren einen mit indischen Begriffen, von denen sie genau wissen, dass sie niemand versteht. Das macht keinen Spaß.

Deswegen spreche ich in meinem Buch von „Freid“ statt „kosmischer Lebensenergie“. Man muss nicht alles kompliziert machen. Bei anderen Büchern bekommt man schnell das Gefühl, man braucht eine vegane Yoga-Matte und muss vegetarisch essen, um dazuzugehören. Ich will es einfach halten, keinen Hype draus machen. Wenn mich jemand fragt „Was ist das Bayerische an deinem Yoga?“, dann sage ich: „Dass es einfach ist und jeder mitmachen kann!“

„Jeder“ ist ein großes Wort. Wie schaffen Sie es, dass Einsteiger und Profis Bayrisch Yoga mögen?

Es gibt spezielle Übungen für Sportler, Mütter und Kinder. Für keine davon braucht man spezielle Ausrüstung wie Yoga-Matte oder Yoga-Studio. Es kann auch in Gummistiefeln geyogelt werden. Dadurch findet jeder drei, vier Einheiten, die ihm gefallen und die er ohne Aufwand machen kann. Darum geht es: Täglich zehn Minuten Yoga bringen schon einen großen Unterschied. Nach zwei, drei Tagen merken Sie mehr Bewegungsfreiheit.

Braucht Yoga mehr bayerische Lebensart?

Ja, gerade durch Corona! Wir brauchen frische Luft, müssen mal rauskommen und durchschnaufen. Alle sind so gehetzt und jammern. Wenn Yoga dann ein weiterer Termin mit Leistungsdruck ist, macht das alles nur schlimmer. Mein Buch ist eine Einladung, sich mehr Zeit für sich zu nehmen und nach innen zu schauen. Wir haben es so gut hier, wir müssen nicht jammern. Mein Motto lautet: „Lebe einfach und du wirst überrascht sein, wie gut es dir geht!“ Dieses Lebensgefühl vermittelt auch das Buch. Jeder kann die staade Zeit sinnvoll nutzen, wenn er sich da ein bissl hineinfühlt

Veröffentlichung

Das Buch „Bayrisch Yoga – Yoga mit Freid“ von Christine Rank ist im Verlag Frischluft erschienen, kostet 19,95 Euro und ist unter anderem im Buch am Markt in Miesbach erhältlich.

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