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Großbrand zwischen Pienzenau und Irschenberg

Rauchmelder warnten die Bewohner

Landsitz brennt

Irschenberg – In einem Landsitz in der Gemeinde Irschenberg ist am Sonntagmorgen ein Brand ausgebrochen. Fast 200 Feuerwehrler aus der Region kämpften bei dem schwierigen Einsatz stundenlang gegen den Brand. Die Bewohner blieben dank Brandmeldeanlage unverletzt.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd berichtet, riss die Brandmeldeanlage des abgelegenen Wohnhauses zwischen Irschenberg und Pienzenau die beiden Bewohner gegen 6 Uhr früh aus dem Schlaf. Der 74-jährige Münchner und seine 72-jährige Frau konnten das Wohnhaus unverletzt verlassen und alamierten die Feuerwehr. 

Fast 200 Freiwillige Feuerwehrler rückten aus. 

Laut Kreisbrandinspektor Andreas Schwabenbauer rückten rund 190 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Reichersdorf, Miesbach, Fischbachau, Weyarn, Agatharied, Hausham, Holzkirchen, Valley, Parsberg und Schaftlach aus. Hinzu kamen 15 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW), darunter 45 unter Atemschutz. Hinzu kamen insgesamt etwa 20 Rettungskräfte des BRK aus Miesbach und Hausham sowie die BRK-Schnelleinsatzgruppe Transport Tegernseer Tal, um die Einsatzkräfte betreuen zu können, und die Polizei. 

Die Schindeln, mit denen das Haus gedeckt war, mussten erst aufwendig entfernt werden. Der Einsatz zog sich deshalb.

Vor Ort erwartete die Feuerwehrler ein Schwelbrand, der die Einsatzkräfte mächtig auf Trab hielt. Der Einsatz gestaltete sich für die Feuerwehrler äußerst knifflig: Das Dach des Anwesens war mit Schindeln gedeckt, die – anders als reguläre Dachplatten – erst nacheinander gelöst werden mussten, um überhaupt zum Löschen an den Brandherd zu kommen. „Wir mussten jede einzeln abnehmen, das war ein großes Problem“, berichtet Schwabenbauer. Dazu waren drei Drehleitern im Einsatz, die der Feuerwehren aus Miesbach und aus Holzkirchen sowie die des THW. Die aufwendigen Löscharbeiten zogen sich deshalb bis in den späten Vormittag. 

Der Kriminaldauerdienst der Rosenheimer Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen, die am Montag im Laufe des Tages an die zuständige Kripo Miesbach übergeben werden, teilt das Polizeipräsidium mit. Die Feuerwehr vermutet nach ersten Erkenntnissen, dass ein Kabelbrand den Schwelbrand auslöste, der sich dann über große Teile des Dachgeschosses ausbreitete. 

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mindestens 50 000 Euro, er dürfte sich aber vermutlich insgesamt auf einen sechsstelligen Betrag summieren. ag

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